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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Veranstaltung: Uni-Präsidium übernimmt Regie

15.11.2016

Oldenburg Künftig übernimmt das Präsidium der Universität Oldenburg die Regie bei den „Karl Jaspers Vorlesungen zu Fragen der Zeit“. Hintergrund ist, dass die EWE-Stiftung als Sponsor ausfällt und Geschäftsführer Professor Dr. Reinhard Schulz in den Ruhestand gegangen ist. Das Präsidium, hieß es am Montag auf Anfrage, werde die Reihe künftig fortführen – „als zentrale universitäre Veranstaltung zu aktuellen Themen der Zeit“.

Nicht nur Philosophen

Vorlesung mit Emil Angehrn

„Das Glück der Erinnerung“ – zu diesem Thema referiert der Schweizer Philosoph Emil Angehrn anlässlich der „Karl-Jaspers-Vorlesungen zu Fragen der Zeit“, die an diesem Dienstag und Mittwoch an der Uni Oldenburg stattfinden. In Angehrns Vortrag am ersten Veranstaltungstag um 18 Uhr, (Gebäude A7, Hörsaal G, Uhlhornsweg 86), geht es um das Gelingen und Misslingen von Erinnerungen. Im Rahmen der Veranstaltung wird der Jaspers-Förderpreis verliehen. Ihn erhält Marc Nicolas Sommer, der in Basel promovierte. Anknüpfend findet am 16. November um 18 Uhr im Hörsaal G (Gebäude A7) eine Diskussion mit Angehrn, dem Preisträger und weiteren Gästen statt.

Derzeit werde an einem Konzept für ein offeneres Format noch gearbeitet, hieß es weiter. Denkbar sei, dass künftig Persönlichkeiten zu aktuellen Themen eingeladen werden, bei denen es sich „nicht zwingend um Philosophen handeln muss“. Zudem werde die Uni sich um einen anderen Sponsor bemühen.

Er finde es schön, dass die Veranstaltungsreihe fortgesetzt wird, kommentiert der 65-jährige Schulz die Entwicklung. Gleichwohl werde sie damit künftig weit entfernt sein von dezidiert philosophischen Themen. Bisher habe das Institut für Philosophie eigenverantwortlich ihre Gastredner eingeladen, darunter viel Prominenz.

So konnte die 1990 von Rudolf zur Lippe ins Leben gerufen Veranstaltungsreihe, die als deutscher Beitrag zur Weltdekade der Kulturen der Unesco ausgezeichnet wurde, namhafte Philosophen nach Oldenburg holen. Dazu gehörten etwa Jürgen Habermas, Richard Rorty, Peter Sloterdijk, aber auch die Jaspers-Schülerin Jeanne Hersch und Hans-Georg Gadamer, der Nachfolger auf Jaspers’ Heidelberger Lehrstuhl.

„Dass wir miteinander reden können, macht uns zu Menschen“ – unter diesem Leitspruch des aus Oldenburg stammenden Philosophen, Psychiaters und Schriftstellers Karl Jaspers (1883–1969) wurde Jahr für Jahr zur Vorlesungsreihe eingeladen. Ergänzt wurde sie durch Podiums-, Unternehmer-, Studierenden- oder Schülergespräche sowie das Philosophieren mit Kindern. Hans Saner, der letzte persönliche Assistent von Karl Jaspers, hielt 2008 die Festvorträge zu dessen 125. Geburtstag im Schloss.

Villa als Jaspers-Haus

Schließlich wurde die vollständige Forschungsbibliothek des Philosophen aus dem Besitz Saners erworben. Die 12 673 Bände stehen seit 2013 im repräsentativen, neu eingerichteten Karl-Jaspers-Haus – eine Villa im Oldenburger Dobbenviertel. Schulz ist zudem Mitherausgeber der Jaspers-Gesamtausgabe.

Gefördert wurde die Reihe zunächst durch die Stiftung Niedersachsen (1990–2003), die Oldenburgischen Landesbank (2005–2007) und zuletzt durch die EWE-Stiftung (2008–2016). Die Summe – Obergrenze 10 000 Euro – sei jedes Jahr neu bei der EWE-Stiftung beantragt worden, erläutert Schulz. Verwendet wurde sie vor allem für das Redner-Honorar und für den Förderpreis von 2500 Euro.

An diesem Dienstag und Mittwoch findet die Vorlesungsreihe noch einmal im gewohnten Format statt: Mit dem Schweizer Philosophen Professor Dr. Emil Angehrn und einem durchaus passenden Thema „Das Glück der Erinnerung“.

Regina Jerichow Redakteurin (Ltg.) / Kulturredaktion
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