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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Universität lädt zur Comic-Tagung nach Hildesheim

01.11.2014

Hildesheim Comics sind bunt, lustig und eigentlich nur etwas für Kinder. Dieses Vorurteil hält sich hartnäckig. Nathalie Mälzer kann das nur bestätigen. Die Juniorprofessorin hat an der Universität Hildesheim eine Konferenz organisiert, die sich aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven mit dem Thema der Comicübersetzungen beschäftigt. „Als bei mir auf dem Schreibtisch plötzlich diese vielen Comics lagen, fragte mich meine Mutter, seit wann ich mich mit Kinderliteratur beschäftigen würde“, sagt Mälzer.

Dabei sind Comics sehr vielfältig: Sie verarbeiten Weltgeschichte und Weltliteratur, sie sind eine Kunstform und können brutal oder pornografisch sein. Aber auch Kindergeschichten enthalten oft Anspielungen oder Sprachwitze, die nur Erwachsene verstehen. Ein berühmtes Beispiel ist die „Asterix“-Reihe. Die Übersetzerin dieser französischen Comics, Gudrun Penndorf, hält am Sonntag einen Vortrag auf der Comic-Konferenz. Berichte aus der Praxis sollen den wissenschaftlichen Schwerpunkt der Tagung ergänzen und auch Laien für das Thema begeistern.

Die Übersetzung eines Comics sei nicht unbedingt weniger anspruchsvoll, als die eines Romans, so Mälzer. Der Platz für den Text sei sehr beschränkt, trotzdem müsse dieser zur Bildaussage passen. Geräusche und Laute werden durch sogenannte „Inflektive“ („Seufz“) dargestellt. Sie sind eine Erfindung der deutschen Mickey-Mouse-Übersetzerin Erika Fuchs. „Übersetzer brauchen viel Kreativität und Wissen“, sagt Mälzer. „Es ist ihre Aufgabe, neue Anspielungen und Witze in der anderen Sprache zu erfinden.“

Auf der Konferenz an der Universität Hildesheim, die noch bis Sonntag läuft, geht es auch um neuere Formen des Comics wie das multimediale „Web-Comic“ oder die komplexen „Graphic Novels“. Mälzer möchte mit der Tagung vor allem die verschiedenen Disziplinen der Übersetzungs-, Literatur- und Medienwissenschaft vereinen. „Übersetzen ist immer mehr als ein sprachlicher Prozess“, betont sie. „Es geht nicht nur um die Übersetzung von einer Sprache in die andere, sondern auch in andere Medien, zum Beispiel Adaptionen für Film oder Theater.“

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