Soviel steht schon mal fest: Auch im nächsten Jahr wird in Bookholzberg wieder eine Schützenliesel gewählt – die Premiere beim Schützenfest am vergangenen Wochenende hat den Initatoren um Vereinswirt René Richert Mut gemacht: „Voller Saal und Bombenstimmung“, meldete Pressesprecher Kurt Köhn von der Veranstaltung am Sonnabend – und genau das sollte mit der neuen Idee ja bezweckt werden. Hinzu kam, dass mit Katharina Fleckenstein (18) eine „Liesel“ gewählt wurde, die ohnehin schon mit dem Bookholzberger Schießsport eng verbunden ist. Lob gab es hinterher auch für Moderator Heinrich Emke, der bei der Präsentation der elf Kandidatinnen auf Schlüpfrigkeiten wie bei einer Miss-Wahl verzichtete. „Wir wollen ja im nächsten Jahr wieder so viele Bewerberinnen haben“, erklärte Köhn. Nur sollte der Moderator bis dahin mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut sein, damit er nicht wieder – wie am Sonnabend – die Frage stellt:
„Grüppenbühren? Ist das hier in der Nähe?“
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Unkenntnis war beim Schützenfest auch ein Problem von Schießsportleiter Torsten Röhrs – der sollte aber ganz bewusst nichts erfahren vom Ausgang des verdeckten Königsschießens eine Woche zuvor. Denn Röhrs hatte dabei so gut getroffen, dass ihm die Königswürde nicht zu nehmen war. Dies bis zur Proklamation noch geheimzuhalten, wurde für den Schützenvereins-Vorsitzenden Wilfried Samtleben indes zu einem schwierigen Balanceakt, denn als Sportleiter hatte Röhrs natürlich auch dort zu tun, wo mit den Ergebnislisten hantiert wurde. „Geh’ Du jetzt mal wieder raus hier“, kriegte der neue König vor der Proklamation am Sonntagabend im Schießstand mehrfach zu hören – da ahnte Röhrs wahrscheinlich schon, was auf ihn zukommen würde.
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Einen Titel gewonnen hat Jenny Tönjes zwar nicht, aber Platz zehn bei der Europameisterschaft war schon ein großer Erfolg für die junge Vielseitigkeitsreiterin des RV Ganderkesee. Einen Tag nach der Veranstaltung im französischen Saumur wurde die 14-Jährige vor der Reithalle am Donnermoor groß gefeiert. Nur hatten ihre Freundinnen vom Reiterverein sich in der Eile bei der Flagge des EM-Gastgeberlandes ein wenig vertan: Zwar hat auch Frankreichs Fahne blaue, weiße und rote Streifen – allerdings verlaufen sie von oben nach unten. Die quergestreifte Flagge, die am Montagabend zu sehen war, erinnerte mehr an die der Niederlande – aber vielleicht feiert Jenny Tönjes dort ja auch noch Erfolge . . .
