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Von Karsten Krogmann
Frage:
Der „Act 2005“ läuft bereits auf vollen Touren, da kommen Sie mit einer CD mit den Siegerbands von 2004. Glauben Sie, dass sich noch jemand an die erinnert und die CD kauft?
Günther:
Selbstverständlich erinnern sich noch viele Oldenburger an die! Schneller konnten wir die CD leider nicht produzieren, Aufnahmen im Tonstudio brauchen Zeit. Dafür gibt’s die CD jetzt kostenlos: Jeder Besucher eines „Act 2005“-Konzerts bekommt eine geschenkt.
Frage:
Befürchten Sie, dass die Oldenburger zu kniepig sind, um Geld für heimische Musik auszugeben?
Günther:
Ehrlich gesagt – ja. CD-Händler erzählen mir immer wieder, dass CDs lokaler Bands wie Blei in den Regalen liegen. Wir wollen es den Leuten deshalb so leicht wie möglich machen, Musik aus der Region auszuprobieren.
Frage:
Wie gut ist denn die Musik aus der Region?
Günther:
Super! Leider ist es für die Bands schwer, ein Publikum zu finden – es sei denn, sie treten kostenlos auf. Das zeigen ja auch die Kultursommer-Konzerte.
Frage:
Woran liegt das?
Günther:
Ich glaube, das Geld sitzt einfach nicht mehr so locker. Wenn Adam Green beim Kultursommer Eintritt gekostet hätte, wären auch keine 10 000 Leute gekommen, sondern vielleicht 1000.
Frage:
Wie wollen Sie dafür sorgen, dass das Interesse an lokalen Bands wieder steigt?
Günther:
Indem wir Reklame machen für sie. Der Oldenburger „Act“ hat schon einigen Bands geholfen, bekannter zu werden.
Frage:
Kann der „Act“ Oldenburger Bands zum großen Durchbruch verhelfen?
Günther:
Ja. Die Band Regicide zum Beispiel hat nach dem Sieg bei unserem Wettbewerb einen Plattenvertrag bekommen und tritt jetzt mit großen Bands auf.
www.reisebaer-konzerte.de
Eine CD stellt die sieben Finalisten des Oldenburger Bandwettbewerbs „Act 2004“ vor. Dazu ein Gespräch Herausgeber Maik Günther (35).