Hanau - In Hanau wird eine Ausstellung mit teils religionskritischen Zeichnungen unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen gezeigt. Zu sehen sind rund 220 Werke der Karikaturisten Achim Greser und Heribert Lenz. Darunter befinden sich auch eine Mohammed-Karikatur und Zeichnungen, die sich kritisch mit dem Islam auseinandersetzen.

„Ich kann nicht ausschließen, dass sich irgendjemand beleidigt fühlt“, sagte Kurator Claudio Hils am Donnerstag in Hanau. Die Ausstellung wird vom 14. März an im Schloss Philippsruhe gezeigt.

Die Stadt Hanau hatte im Januar für Schlagzeilen gesorgt, weil sie nach den Attentaten von Paris die Schau erst abgesagt und nach Protesten doch wieder die Planungen aufgenommen hatte. Hintergrund waren Bedenken wegen erhöhter Kosten für die Sicherheit. Hanau investiert 120 000 Euro für ein Schutzkonzept mit einem privaten Sicherheitsdienst. Es wurde mit der Polizei erarbeitet.

Greser und Lenz zählen zu den profilierten Karikaturisten in Deutschland. Sie arbeiten unter anderem für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und das Magazin „Focus“. Die Werkschau in Hanau hat ein breites Spektrum, es geht vor allem um Politik und Zeitgeschichte. Die Schau „Das ist ja wohl ein Witz!“ gastierte 2014 schon in Friedrichshafen.