Burhave - Die Sprache, die Schriftzeichen, eine Kultur, die sich von unseren Lebensgewohnheiten grundlegend unterscheidet: „Im Iran ist alles anders als bei uns“, sagt Maren Meyer. Die Referentin hat das einstige Persien mit einer Reisegruppe besucht und berichtete jetzt in Burhave auf Einladung des Landfrauenvereins Butjadingen von ihren Erfahrungen.
Maren Meyer, Vorsitzende des Landfrauenvereins Weser-Ems, hat von ihrer 14-tägigen Rundreise viele Eindrücke aus dem Orient mitgebracht. Mit dem Bus fuhr die Gruppe 2200 Kilometer durch die Wüste. „Es war in vielerlei Hinsicht eine ganz besondere Reise“, sagte Maren Meyer.
Von Schiras, der Hauptstadt der nördlichen Provinz Fars, ging es über die alte Seidenstraße bis nach Teheran. Die Referentin schwärmte von der Herzlichkeit und der großen Gastfreundlichkeit der Iraner: „Wir sind überall mit offenen Armen empfangen worden“, berichtet sie.
Die Landfrauen interessierten sich besonders für die Lebensweise und Stellung der Frauen im Iran. Der Zugang zu einer Universität sei für sie erheblicher schwerer als für die Männer, berichtete Maren Meyer. In der Öffentlichkeit müssten sich die Frauen stets verschleiern und eine Burka tragen. „Aber unter jeder Burka klingelt ein Handy“, ergänzte die Referentin.
Auch die vornehmlich aus Frauen bestehende Reisegruppe musste sich die Arme und den Kopf bedecken: „Die Sittenpolizei achtet streng auf die Bekleidungsvorschriften“, so Maren Meyer.
Vielerorts sei im Iran der Überwachungsstaat allgegenwärtig. In ihrer häuslichen Umgebung seien die Menschen hingegen sehr offen. Die Verständigung auf Englisch sei meistens kein Problem gewesen. Das Bildungsniveau in den iranischen Städten sei hoch, sagte die Referentin.
Maren Meyer zeigte den Landfrauen viele Fotos von ihrer Rundreise durch den Orient. Sie geriet ins Schwärmen als sie Bilder von den prachtvoll ausgestatteten Moscheen, Palästen, Zitadellen und alten Karawansereien präsentierte. In den Ruinen der altpersischen Residenzstadt Persopolis bekamen die Besucherinnen des Vortrages Einblicke in das farbenfrohe Markttreiben mit seinen exotischen Früchten, Gewürzen und Kräutern.
