Dangast - Mit den Worten „Dangast ist auch ein Künstlerort“, begrüßte Lars Klein, Leiter des Nationalpark-Hauses Dangast, am Mittwoch die Teilnehmer der Kunstpfadführung. Bei Sturm und gefühlten zwölf Grad Außentemperatur traf sich eine kleine Runde Teilnehmer am Dangaster Kurhaus und ging von dort aus auf Entdeckungstour. Neben der Galerie „Kunststall“, führte Klein die Teilnehmer zum früheren Warmbadehaus bis ans Watt, wo Schautafeln mit Reproduktionen bekannter Künstler angebracht waren.

Im Gepäck dabei hatte er allerhand Wissenswertes. So seien viele vor allem expressionistische Künstler im Kurort gewesen und hätten Dangast porträtiert, sagte er und ergänzte: „Auch die KG Brücke hat hier gearbeitet“. Dazu zählen Karl Schmidt-Rottluff, Max Pechstein und Erich Heckel. „Viele Maler waren von der Natur in Dangast verblüfft“, betont Klein. Die Kombination von Wald und Meer in unmittelbarer Nachbarschaft sei nämlich viel häufiger an der Ostsee zu finden.

Das führte im Hinblick auf spätere Interpretationen der Bilder oft zu Irritationen, da viele auf den Malereien die Umgebung Dangasts nicht erkannt haben, so Lars Klein.

Neben der Kunst gab Klein auch Informationen über die Geschichte des Nordseebades.

„Ich interessiere mich für die Umgebung, die Bilder und den Expressionismus an sich“, sagte Hella Hübner aus Bremen. Die 41-Jährige hat als Kunstlehrerin auch beruflich viel mit der Epoche zu tun. Und um noch etwas mehr über Dangast zu erfahren, nahm sie an der Führung teil. „Mir hat das sehr gefallen“ Von der Führung begeistert, zeigte sich auch Bizenberger, „Es ist immer schön, detaillierte Informationen zu erhalten“, sagt die Tübingerin, die gerade ihren Urlaub an der Nordsee verbringt.