Ramsloh - Vor wenigen Tagen hatte Pfarrer Ernst Halbe bekannt gegeben, dass er das Saterland zum 30. August dieses Jahres verlassen werde (die NWZ berichtete). Ab dem 1. September solle es zunächst einmal eine „Urlaubsvertretung“ für ihn geben. Das teilte am Dienstag Dr. Ludger Heuer vom Bischöflich Münsterschen Offizialat in Vechta auf Anfrage der NWZ mit. Wer die Vertretung übernimmt, sei „noch nicht klar“. Die Pfarrstelle werde im Diözesanamtsblatt ausgeschrieben. Wer Nachfolger von Halbe wird, stehe noch nicht fest. „Die Benennung kann sich bis zum Ende des Jahres hinziehen“, sagte Heuer.
„Zu meiner Nachfolge hier im Saterland kann ich leider noch nichts sagen. Wer die Gemeinde St. Jakobus übernimmt, ist mir bisher nicht bekannt“, sagte auch Halbe, unklar auch das Wann.
Für drei Jahre
Er teilte am Montag mit, dass er zunächst für drei Jahre die Stelle als Pfarrer in der Deutschen Gemeinde in Johannesburg (Südafrika) übernehme. Seinen Dienst wird er dort zum 1. Dezember 2014 antreten. Zum 1. September 2017 übernehme Halbe auch die Deutsche Gemeinde im 60 Kilometer entfernten Pretoria, der Hauptstadt Südafrikas. Angedacht ist es, dass er zunächst für fünf Jahre in Südafrika arbeitet.
„Es wurde jemand für die Deutschen Gemeinden in Johannesburg und Pretoria gesucht, und da ich als Afrikaliebhaber bekannt bin, wurde ich gefragt, ob ich mir diese Aufgabe vorstellen könnte“, sagte Halbe. Die Anfrage dazu sei bereits im Sommer 2013 erfolgt. „Nachdem ich mich zunächst mit dem Gedanken nicht anfreunden konnte, habe ich in der vergangenen Woche bei einem Besuch in Bonn meine Zusage gegeben, für zunächst fünf Jahre nach Afrika zu gehen, um dort zu arbeiten“, so der Pfarrer weiter. Im Frühjahr war Halbe bereits in Südafrika, um sich sein neues Wirkungsfeld anzuschauen. Dabei habe er auch Südoldenburger getroffen, sagt der Pfarrer, der sich bereits auf seine neue Aufgabe freue.
Mehr Teilhabe
Neu ist seit Anfang Mai ein Berufungsverfahren für Pfarrer: In einem Kontaktgespräch würden sich in Zukunft im Offizialatsbezirk Oldenburg die Pfarrer ihrer Gemeinde vor Dienstantritt vorstellen. Das teilt Monsignore Bernd Winter, Leiter des Seelsorgeamtes, der zuständig für das geistliche Personal in den Pfarrgemeinden ist, in einer Pressemitteilung mit. Verlaufe das Gespräch erfolgreich, stehe einer offiziellen Berufung nichts mehr im Wege.
Der vom Bischof vorgesehene Kandidat treffe sich zu einem Kontaktgespräch mit Pfarreirat, Kirchenausschuss und Seelsorgeteam. Die Kirchengemeinden hätten so künftig ein wenig mehr Teilhabe am Verfahren der Stellenbesetzung.
Bisher sei, so Winter, die Personalentscheidung in der Bistumsleitung getroffen und der betreffenden Pfarrei in drei Stufen mitgeteilt worden: An einem Sonnabend hätten die Gremien einen Brief mit der Information erhalten. Am Sonnabendabend und am Sonntag sei die Ernennung in den Gottesdiensten bekannt gegeben worden. Am Montagmorgen sei es dann in der Lokalpresse zu lesen gewesen.
