VAREL - Die Stall- und Käfigpflicht im vergangenen Winter hat sich auf die Zucht ausgewirkt. Die Geflügelschau war nicht so groß wie sonst.

Von Jana Hauschild

VAREL - Was ist das für ein aufgeregtes, freudiges Gegacker und Geschnatter am Wochenende in der Vareler „Weberei“ gewesen? Der Rasse- und Ziergeflügelzuchtverein (RZGV) für Varel und Umgebung richtete seine jährliche Geflügelschau aus. Groß und klein konnten dort liebevoll gezüchtete Geflügelschönheiten betrachten und dabei den einen oder anderen Schatz entdecken.

Smaragdenten, die in einem edlen dunkelgrün schimmern, Gold-, Diamanten- und Silberfasane, die sich mit glänzendem Gefieder in prächtigen Farbtönen präsentierten, erfreuten besonders die Augen der Besucher. Auch das ungewöhnlich kuschelige Gefieder der Seidenhühner war ein Hingucker.

„Ein Wunder, dass die Schau dieses Jahr stattfinden konnte“, verrät Veranstaltungsleiter und Züchter Heinz Popken. 2005 musste sie wegen der Vogelgrippegefahr ausfallen. Nun erhielt der Verein eine Sondergenehmigung. Zudem untersuchte eine Tierärztin das Geflügel.

Die Stall- und Käfigpflicht im vergangenen Winter hat die Züchter trotzdem zurückgeworfen, so Popken. Enten beispielsweise pflanzen sich unter Wasser fort. Im Käfig war das schlecht möglich. Die Folge: Schmückten vor zwei Jahren noch 370 Tiere von 34 Züchtern die „Weberei“, waren es jetzt nur 236 Tiere von 22 Züchtern. „Wir hoffen, dass sich das langsam wieder entwickelt“, meinte Ausstellungsleiter Popken.

Familie Popken nahm diese Einschränkung kaum Freude am Züchten von Geflügel. Vater Heinz selbst ist mit der Aufzucht von Tieren groß geworden und seit 15 Jahren im Vorstand des RZGV aktiv. Mit seiner Frau Christa und den vier Söhnen führt er die Tradition seiner Familie erfolgreich weiter. Drei Söhne und Mutter Christa wurden mit silbernen Ehrennadeln ausgezeichnet, das Familienoberhaupt sogar mit der silbernen Bundesnadel durch Bürgermeister Gerd-Christian Wagner geehrt. Für 15 Jahre Mitgliedschaft im Verein wurden Frank Mucker und Werner Budde mit silbernen Ehrennadeln gewürdigt.

Ebenso engagiert ist der Nachwuchs. Die Jugendgruppe zeigte 16 ihrer gefiederten Freunde. Der Jüngste kann mit seinen zarten fünf Jahren stolz auf seinen Kölner Tummler in Weiß verweisen, eine schneefarbene Taubenschönheit. „Ich wünsche mir, dass die Züchter sich nicht unterkriegen lassen“, sagte Vereinsvorsitzender Heinz-Gerd Karstensen. Ein Hahn stimmte ihm lauthals krähend zu.