VAREL - Nach dem Vortrag und dem Konzert über Clara und Robert Schumann zeigt der Verein für Kunst und Wissenschaft am Donnerstag, 7. Januar, 20 Uhr in der Aula des Lothar-Meyer-Gymnasiums den Spielfilm, der im Jahr 2008 über das Künstlerpaar und seine Beziehung zu dem jüngeren Freund Johannes Brahms in einer deutsch-französisch-ungarischen Koproduktion entstand. In dem Film „Gebliebte Clara“ von Helma Sanders-Brahms spielt Martina Gedeck die Rolle der Clara Schumann.
Helma Sanders-Brahms, eine unmittelbare Nachfahrin des Komponisten Johannes Brahms, beginnt ihr filmisches Porträt im Jahr 1850: Die 31-jährige Clara, die berühmte Pianistin und Komponistin, befindet sich mit ihrem knapp zehn Jahre älteren Mann Robert Schumann und ihren Kindern auf dem Weg nach Düsseldorf. Nach vielen anstrengenden Jahren auf Tournee will Robert dort eine feste Stelle als städtischer Musikdirektor antreten und seiner kinderreichen Familie ein sesshaftes Leben ermöglichen. Doch Clara, die immer häufiger ihren kranken und unter Alkoholproblemen leidenden Mann im Konzertalltag vertreten soll, muss schmerzlich erfahren, wie schwer es schöpferische Frauen im Musikleben ihrer Zeit haben.
Nach einem Konzert in Hamburg lernt Clara den 14 Jahre jüngeren Johannes Brahms kennen, dessen Talent auch ihren Mann begeistert. Brahms ist immer öfter Gast im Hause Schumann, und eine für alle Beteiligten an- und aufregende Dreiecksgeschichte nimmt ihren Lauf. Zunehmend stürzen die Mutterpflichten, die Pflege des kranken Mannes und die Gefühle für Brahms Clara in ein persönliches Dilemma.
In den Hauptrollen spielen Martina Gedeck (Clara Schumann), Pascal Greggory (Robert Schumann) und Malik Zidi (Johannes Brahms). Der mit dem Prädikat „wertvoll“ ausgezeichnete Film dauert 107 Minuten und ist ab sechs Jahren freigegeben.
„Geliebte Clara“ nicht nur ein Film über die drei Musiker, sondern auch Kino mit großartiger Musik. Zu hören sind Orchesterproben Claras und Roberts sowie die Melodien, die sich die drei Musiker in einzelnen Szenen vorspielen.
Die 1940 in Emden geborene Regisseurin Helma Sanders-Brahms wurde durch ihre Zusammenarbeit mit dem italienischen Meisterregisseur Pier Paolo Pasolini bekannt. Mit Filmen wie „Unter dem Pflaster liegt der Strand“ (1974) und „Deutschland, bleiche Mutter“ (1980) machte sie sich international einen Namen als führende Regisseurin des zeit- und gesellschaftskritischen deutschen Kinos der Gegenwart.
