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Musik Ein Techno-Hörspiel wie aus der Zukunft

VAREL - „Eine Gruppe namens Massiv in Mensch war auf der Suche nach dem reinen Klang. Sie zogen sich in den Dschungel zurück, um ihre wahre Identität zu finden. Nachdem sie das Meer der 1000 Farben hinter sich gelassen haben, kehren sie zu uns zurück. Die Transformation ist vollzogen“, heißt es im Prolog, der einen Teil der Bandgeschichte von „Massiv in Mensch“ (MIM) erzählt, die ihren Musikstil im Laufe der Jahre verändert hat.

Techno-Hörspiel

Die Einleitung auf ihrem gerade veröffentlichten Album „Niemand weiß, was die Zukunft bringt“ spricht der Synchronsprecher Reiner Schöne, der unter anderem Darth Vader in Star Wars: Episode III seine Stimme lieh. Der Sound im Hintergrund: Synthie-Pop-Klänge, die aus einer anderen Galaxie zu stammen scheinen. Passend zum Thema des Albums. „Es ist eine Art Techno-Hörspiel. Außerirdische landen auf der Erde“, erklärt Daniel Logemann, der die Texte schreibt, singt und programmiert und hauptberuflich an der Haupt- und Realschule Varel Lehrer ist.

Für das Album-Cover hat sich die Gruppe einen „Dolorean“ geliehen – einen Wagen, der in dem Film „Zurück in die Zukunft“ Zeitreisen ermöglicht. Auch der Schriftzug in Gelborange ist der gleiche, wie bei dem Film. Im Hintergrund ist das Landtagsgebäude in Oldenburg zu sehen. Darüber ein Blitz in Form des Bandlogos. Ein wenig erinnert der Blitz über dem Gebäude an das DVD-Cover vom Film „Independence Day“, wo das Mutterschiff der Außerirdischen auf das Weiße Haus feuert. Eine neue Zeit bricht an, ähnlich wie bei „Massiv in Mensch“, die mit ihrem sechsten Album einen neuen Sound ansteuern, ein Mix aus EBM, Electro, Minimal, SynthPop und Techno.

Auch gibt es auf „Niemand weiß, was die Zukunft bringt“ Kooperationen mit andere Künstlern. So singt zum Beispiel bei dem Stück „Transformation II“, im Original von der Gruppe „@vx“, der Sänger von „mind.in.a.box“, Stefan Poiss. „Bei dem Lied ,Lost in thought’ spielt eine ehemalige Schülerin von mir Harfe“, sagt der 35-jährige Logemann aus Obenstrohe. „Das Album kann man im Internet oder in größeren Läden, wo CDs verkauft werden, bekommen.“ In den Elektronik-Web-Charts ist es derzeit auf Platz 5 zu finden.

„Massiv in Mensch“ besteht seit 1993. Gegründet wurde die Gruppe von Logemann und Mirco Osterthun (Co-Programmierung).

Ruhiger vom Klang

Später kamen die anderen Mitglieder Anna-Maria Straatmann (Gesang) und Dirk Brunken (Keys, Live-DJ, Visualisierung) dazu. Im Laufe der Jahre hat sich der Stil der Gruppe mehrfach geändert. „Wir haben keine Berührungsängste“, sagt Logemann. „Am Anfang hatten wir eher einen Elektro-Industrial-Style. Dann haben wir zwei Techno-Alben veröffentlicht. Jetzt machen wir eher Snythie-Pop mit Einfluss der 80er Jahre. Wir sind ruhiger vom Klang geworden.“ Auch habe Logemann früher nur Sprechgesang gemacht. „Unsere Texte sind humorvoll und ironisch, mal auf Englisch, mal auf Deutsch. So haben wir zum Beispiel ein Lied über Bitterfeld oder einen Vokuhila gemacht“, sagt Logemann, der die Stücke bei sich zu Hause im Studio zusammenmischt.

Gerade ist das eine Album fertig und schon schwirren ihm die nächsten Ideen im Kopf herum, so Logemann. In den Sommerferien habe er aber genug Zeit, um neue Projekte anzugehen.

„Massiv in Mensch“

ist eine Gruppe aus Varel, gegründet 1993. Ihren Musikstil bezeichnet sie als Dark Rave, eine Mischung aus EMB, Electro, Techno/Trance und Synthie-Pop.

Die Band

ist vor allem in Nordamerika beliebt. Ihre Plattenfirma ist eine kanadische. Sie bezeichnet sich selber eher als Geheimtipp.

Das neue Album

ist kürzlich erschienen. Der Titel „Niemand weiß, was die Zukunft bringt“ ist ein Zitat aus dem Techno-Song „Die Kybernauten“, der auch auf der CD zu hören ist. Es ist bereits das sechste Album von „Massiv in Mensch“.
Tanja Mikulski
Tanja Mikulski Redaktion Münsterland
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