VAREL - Nach „Clubber Lang“, der vierten und bislang erfolgreichsten CD der Vareler Band „Massiv in Mensch“, erscheint am 18. November die fünfte Scheibe der Elektroband, die selber von „Dark Rave“ spricht. „Meanwhile back in the Jungle“ heißt die CD, die erstmals parallel in Nordamerika und Europa veröffentlicht wird. Die Vorgänger kamen zunächst in Kanada und den USA auf den Markt. Dort hat „Massiv in Mensch“ mehr Erfolg, ohne jemals dort gewesen zu sein. Daniel Logemann (32) und Mirco Osterthun (32) begründen das mit der dortigen großen Fangemeinde für elektronische Musik mit deutschen Texten. „Kraftwerk“ lässt grüßen. Der Stil der deutschen Band aus den 70er Jahren hat international Anerkennung gefunden.

Zwei hochgerüstete Computer mit hervorragenden Programmen, ein gutes Mikrofon und erstklassige Lautsprecher: Das ist die Basis von Osterthun und Logemann in ihren Heimstudios. „Wir kreieren und arrangieren Sounds“, erklärt Osterthun. „Und die Beats mischen wir selber“, so Logemann. Ab und an werde auch mal ein Instrument eingespielt. Die beiden Vareler arbeiten auch mit Textfragmenten aus Radio und Fernsehen. Fachleute sprechen bei dieser Art von Musik von „Programming“, „Sampling“ und „Soundtooling“. Die Arrangements auf der fünften CD sind ausgefeilter als früher. Der Gesang, wie die Texte zumeist der Part von Daniel Logemann, entwickelt sich weg vom reinen Sprechgesang hin zu mehr Melodieführungen. Die Musik ist nicht mehr auf einen Stil fixiert. Außerdem gibt es Stücke in Kooperation mit anderen Künstlern, zum Beispiel mit „Mind in a box”.

„Massiv in Mensch“ gibt es seit 15 Jahren. Live gehören noch Sängerin Anna-Maria Stratmann und Dirk Brunken (Keyboard und DJ) dazu. Auf der Bühne steht die Band eher selten – viermal in diesem Jahr. Für 2009 sind zwei Festivalauftritte in greifbarer Nähe. Beim „Vareler Mittwoch live“ wäre ein Auftritt sicherlich interessant, so Logemann, doch ihre elektronische Musik für dort wohl nicht Publikumskompatibel, weil zu spezielle Szenemusik.

Das Projekt „Massiv in Mensch“ ist und bleibt ein Hobby. Geld verdienen müssen Osterthun und Logemann damit nicht. Geld drauflegen aber auch nicht. Logemann verdient seinen Lebensunterhalt als Lehrer an einer Gesamtschule in Tossens, Osterthun bei Airbus. Der gelernte Industriemechaniker ist beim Flugzeugbauer in der Logistik und Qualitätssicherung tätig. Beide hoffen aber, dass sie mit „Meanwhile back in the Jungle“ wieder in den Deutschen Alternative Charts landen.

www.massiv-in-mensch.de