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Schüleraustausch Weihnachtsmann in Shorts

Vivien Knötzsch

VAREL - Jetzt ist wohl die Zeit, in der das Heimweh am stärksten zum Vorschein kommt. Weihnachten ist ein Familienfest, und es war das erste Mal, dass ich es ohne meine Eltern gefeiert habe. Dennoch freue ich mich sehr über jeden Tag mit meiner brasilianischen Familie. Ich merke, wie schnell die Zeit hier vergeht. Die ersten Austauschschüler fahren bereits Anfang Januar wieder nach Hause. Ich bin froh, dass ich noch sechs Monate mit meiner Familie habe.

Wir waren ein paar Tage in Penha, einer Anglerstadt mit Vergnügungspark, den wir natürlich besucht haben. Einen Tag waren wir in dem Park, der nur circa 500 Meter vom Meer entfernt ist.

Adrenalin bei Autoschau

Im Fallturm hatte ich eine tolle Aussicht auf das Meer, die kleinen schönen Schiffe, die auf dem Wasser schwammen und auf die restlichen Attraktionen des Parkes – jedoch nur für sieben Sekunden, danach ging es ganz schnell wieder zurück auf den Boden. Das Highlight dieses Parkes ist eine Extrem-Autoshow, in der man einen Adrenalin-Schock bekommt.

Außerdem waren wir am Strand und in einem Aquapark, welcher bei den Temperaturen wirklich angenehm war. Einen Abend waren wir in Blumenau, einer Stadt mit vielen deutschen Einwohnern und einem Viertel, welches „Germanica“ heißt. Es ist im bayrischen Stil und einfach total schön. Dort war ein Weihnachtsmarkt mit Schaum-Schneekanonen und anderen deutschen weihnachtlichen Ständen. Ich habe meiner Familie dort vieles erklärt und selbst auch ein paar Leute kennengelernt, die Deutsch mit mir gesprochen haben. Es war ein toller Urlaub.

Es ist schon ein komisches Gefühl, bei 40 Grad Weihnachten zu feiern. Auch wenn viele jetzt denken, dass das doch doof ist: Ich vermisse die Kälte schon ein wenig, da sie einem einfach gezeigt hat, dass Winterzeit ist. Hier ist gerade Sommer und Plastikweihnachtsmänner in Schwimmshorts sind schon komisch für mich, aber tolle Figuren für Fotos.

Die Weihnachtsmänner in den Einkaufszentren oder auf Weihnachtsmärkten tun mir jedoch leid, denn auch sie tragen den dicken roten Mantel und dicke Stiefel, wenn sie die kleinen Kinder auf den Schoß nehmen, was ich mir bei 40 Grad wirklich nicht so wunderbar vorstelle. Es scheint ihnen jedoch Spaß zumachen, den Kindern ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern. Auch ich war bei mehreren Weihnachtsmännern, um ein Foto mit ihnen schießen zu lassen und um ihm meine Wünsche zu erzählen. Natürlich auf Portugiesisch.

Weihnachten Feuerwerk

In die Weihnachtszeit wurden wir mit einem fünfminütigen Feuerwerk begrüßt. Zusätzlich wurden an dem Tag auch das erste Mal die Weihnachtslichter der Stadt angestellt. Es war traumhaft schön. Ich wusste gar nicht, wo ich zuerst hingucken sollte. Nachdem ich alle Lichter begeistert ansah, wurden wir von einer Gruppe „Ausdruckstänzern“ unterhalten. Oftmals gehen wir abends in die Stadt, um die Lichter wieder anzugucken. Die Geschenke kaufte ich kurz nach unserem Urlaub und hoffte, dass ich für alle das richtige gefunden hatte. In vielen Läden wurde mir dann „Feliz Natal“ gewünscht, was „Fröhliche Weihnachten“ bedeutet.

Außerdem habe ich mir selbst ein Weihnachtsgeschenk gemacht und mir ein Tattoo stechen lassen. Ein Andenken an all meine Erlebnisse, meine Freunde, meine Familie. Der Satz „Para sempre no meu coração” schmückt nun meinen Rücken. Er bedeutet „Für immer in meinem Herzen“. Meine Schwester und meine Mutter waren beim Stechen des Tattoos dabei und fanden es einfach toll, dass es mir so gefällt, dass ich es auf mir selbst verewigt habe.

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