VAREL - Die Entschlossenheit der Stadt Varel, die gesetzlich geforderte erhöhte Versorgung mit Kinder-Krippenplätzen ab 2013 zu erfüllen, hat Bürgermeister Gerd-Christian Wagner unterstrichen. „Wir kommen dieser Anforderung nach“; die Politik in Varel sei sich da einig, sagte Wagner am Sonnabend beim Auftakt des „Tages der offenen Tür“ zum 70-jährigen Bestehen der städtischen Kindertagesstätte in der Peterstraße in Varel. Die gesetzlich vorgegebene Versorgungsquote beträgt 35 Prozent der unter Dreijährigen (Stichtag: 1. August 2013).
Stets fortentwickelt
An „wunderbaren Erinnerungen“ an seine eigene Zeit einst in dem Kindergarten – damals gab es noch keine Krippe – ließ der Bürgermeister das Publikum, darunter der Erste Stadtrat Dirk Heise, Vertreter von Ratsfraktionen, der Stadtverwaltung und anderer Vareler Kindergärten, teilhaben. Die Einrichtung – sie ist inzwischen die größte ihrer Art in Varel – sei durchaus „etwas Besonderes“, habe sich angesichts veränderter Anforderungen stets sinnvoll fortentwickelt. Der aktuell noch einmal erweiterte Krippenbereich etwa zeuge davon.
Der Einrichtung aus eigenem Erleben verbunden zu sein, ist aber kein Vorrecht des Bürgermeisters. „Ich war schon hier, mein Ältester auch“, sagt Daniela Simon, die mit Alea (2) und Jason (knapp vier) die Bilder-Schau zur Geschichte des Hauses ansieht. Das erzieherische Konzept sei „sehr gut“, uneingeschränkt empfehlenswert.
Den Kindern die bestmögliche Förderung und Entfaltung, zugleich aber auch eine schützende Geborgenheit zu bieten: Das ist der Kerngedanke des Konzepts. Er wird mit vielfältigen pädagogischen Mitteln, bis hin zur gezielten fachlich fundierten Sprachförderung, realisiert, wie die Leiterin der Einrichtung, Ursula Woelke, gegenüber derNWZ
erläuterte. Auch die fachlich fundierte Intervention bei Entwicklungsproblemen gehöre dazu, so die Erzieherin und ausgebildete Sonderschullehrerin. Grundsätzlich gelte „je eher wir die Kinder kriegen, desto besser können wir sie begleiten“. Das Mindestalter für eine Aufnahme beträgt ein Jahr.Wertvoller Austausch
Auf vielfältige Weise anregend und förderlich sei – so Woelke – nicht zuletzt „das Miteinander der verschiedenen Kulturen“. Den Kindern biete sich ein wertvoller, wichtiger Erfahrungsraum. Rund 25 Prozent hätten einen ausländischen Hintergrund. Zum „Tag der offenen Tür“ etwa hat eine muslimische Mutter eigens eine Suppe nach heimischem Rezept zubereitet.
