VAREL - Die badischen Schwertspieler haben es nicht leicht. In dicke Ritterkluft gehüllt, müssen sie bei sengender Hitze ihre Schwertkämpfe ausfechten. Zwölf Kilo wiegt allein das Kettenhemd, darunter tragen sie wattierte Kampfjacken und darüber einen wollenen Schulterumhang, die Füße stecken in Stiefeln mit Wollbesatz. Gleich mehrere Male demonstrierten sie an beiden Tagen ihre Kampfkunst.

Unermüdlich im Einsatz waren auf dem Mittelalterlichen Markt auf dem City-Parkplatz außerdem Puppenspieler, Feuerspucker und Musikanten. Halbstündlich gab es Aufführungen. Das Publikum war begeistert vom kompakten Kulturprogramm, fieberte bei den Ritterkämpfen mit, lauschte der Musik und sparte nicht mit Beifall für die Akteure.

„Wir haben mit wesentlich mehr Besuchern gerechnet“, sagt Stefan Uebach vom Veranstalter „Kramer Zunft und Kurtzweyl, „aber die Leute, die gekommen sind, gehen begeistert mit“.

Viele der Besucher sind eingefleischte Mittelalter-Fans wie Christian Mehrens aus Wilhelmshaven, der ein 33 Kilogramm schweres Kettenhemd mit Haube trug, das er in drei Monaten aus Weidezaundraht gestrickt hat. Auch viele andere Besucher bestellten selbstverständlich „Saft vom Apfel“ und grüßten mit „gehabt euch wohl“. An vielen Ständen probierten die Besucher wohlschmeckende Getränke und andere Köstlichkeiten, probierten mittelalterliche Gewänder oder erstanden Trinkhörner.

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