Varel - Mit dem Konzert der Band „Die Deichprinzen“ geht der Adventsmarkt auf dem Vareler Schlossplatz dieses Jahr am Samstag, 30. November, erst so richtig los, nachdem er um 11 Uhr bereits geöffnet wird. Bis zum 22. Dezember ist der Markt jeweils von Mittwoch bis Sonntag geöffnet – mittwochs bis freitags von 15 bis 19 Uhr und am Wochenende von 11 bis 19 Uhr.
Wie in den vergangenen Jahren findet dabei an jedem Donnerstag bis 20 Uhr wieder der Hüttenabend statt, an dem man bei einem Glühwein oder einer Feuerzangenbowle, die weiterhin drei Euro kostet, den Abend ausklingen lassen kann. Neu ist: Zwischen den Feiertagen kann weiter Glühwein getrunken werden. Das Weihnachts-Knusperhäuschen vor der Post in der Innenstadt wird ihn nach dem Ende des Adventsmarktes noch verkaufen.
Auch beim Imbissstand gibt es Neuigkeiten: Zum einen erstrahlt die Hütte in neuem Glanz und zum anderen stehen jetzt auch Wildbratwürste auf der Speisekarte. Die Kranzanbieter haben ebenfalls etwas Neues und zugleich Romantisches zu bieten: Dieses Jahr haben sie Mistelzweige im Programm und passend dazu richten sie eine „Kuss-Ecke“ ein, damit die Zweige gleich zum Einsatz kommen können.
Für das Stockbrotbacken der Strandpiraten musste laut Christian Stankovic dagegen regelrecht gekämpft werden: „Miriam Küpker vom Stadtmarketing musste viele bürokratische Hürden umschiffen, damit das stattfinden kann.“ Jeden Sonntag ab 17 Uhr können Erwachsene und Kinder Stockbrot backen. Dabei sind die ersten 111 Stockbrote pro Abend für Kinder gratis, während Erwachsene dafür zahlen müssen. Für jeden Verkauf spenden die Strandpiraten 50 Cent an die DRK-Jugend Varel/Friesische Wehde.
Die Tütenangelbude auf dem Adventsmarkt ist dagegen zwar schon bekannt, in diesem Jahr konnten laut Insa Jung aber besonders gute Preise von lokalen Firmen gesammelt werden, die von Kindern und Erwachsenen geangelt werden können.
Märchenhaft geht es für Kinder an den Donnerstagen und Freitagen zu. Schauspieler der Niederdeutschen Bühne Varel lassen sie erstmals beim Projekt „Märchenhafte Weihnachten“ in die Welten der Gebrüder Grimm eintauchen und sie manchmal sogar selbst zum Darsteller werden. Los geht es jeweils um 16.30 Uhr in der Stadtbibliothek, in der den Kindern donnerstags „Frau Holle“ und freitags „Hänsel und Gretel“ vorgelesen wird.
An den Donnerstagen, an denen die Kinder sich auch verkleiden können, geht es im Anschluss zur Firma Schnittger, von dessen Erker aus Frau Holle um circa 17.15 Uhr ihre Kissen ausschüttelt und es schneien lässt.
Freitags sollen die Kinder nach der Lesung ihren Teil dazu beitragen, das Weihnachts-Knusperhäuschen in der Innenstadt fertigzustellen. Dafür müssen Lebkuchen bunt verziert und mit der eigenen Handschrift versehen werden. Im Anschluss werden sie zum Knusperhäuschen gebracht und befestigt. An beiden Tagen gibt es dort zum Abschluss dann noch bis 18 Uhr Kinderpunsch und Kekse.
Das Angebot richtet sich an Kinder bis zu zehn Jahren. Kinder unter fünf Jahren sollten jedoch in Begleitung eines Erwachsenen sein. „Ich hoffe, dass wir viele Kinder mit diesem Projekt begeistern können“, sagt Elke Theesfeld von der Niederdeutschen Bühne, deren Sohn Philipp in der Stadtbibliothek und am Knusperhäuschen auch Weihnachtslieder auf der Ukulele spielen wird. Und Insa Jung fügt an: „Wenn ,Märchenhafte Weihnachten’ gut läuft, werden wir es die nächsten Jahre noch ausbauen.“
