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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Vareler Autor setzt Heimat ein Denkmal

19.05.2010

VAREL Er hat Varel ein Denkmal im Hörfunk und in zahlreichen Büchern gesetzt: Der Autor Gerd Lüpke, der am 19. Mai 1920 in Stettin geboren wurde. Lüpke, er starb im Oktober 2002, würde an diesem Mittwoch sein 90. Lebensjahr vollenden.

Ein publizistischer Tausendsassa, ein kreativer wie produktiver Kopf mit zahlreichen Neigungen und Interessen – so muss man Lüpke charakterisieren. Nach der Schulzeit in Mecklenburg wurde Lüpke zum Arbeitsdienst und zur Wehrmacht eingezogen. Der Kriegsdienst führte ihn nach Varel, wo er seine spätere Ehefrau Irmgard Greiff kennenlernte. Nach dem Krieg arbeitete Lüpke als Journalist, unter anderem für die Nordwest-Zeitung. Dann wechselte er das Medium und produzierte für den Hörfunk Beiträge, die er selbst sprach.

Noch bis zu seinem Tode hatte er im Norddeutschen Rundfunk (Mecklenburg-Vorpommern) eine eigene plattdeutsche Sendung. Insgesamt hat Lüpke mehr als 5000 Hörfunkbeiträge für den NDR und Radio gesprochen, darunter zahllose Beiträge in der plattdeutschen Rubrik „Hör mal ’n beten to“ (damals noch auf dem denkbar prominentesten Sendeplatz um kurz nach 9 Uhr auf NDR 2).

Lüpke verfasste zahlreiche Bücher, darunter etliche auf Plattdeutsch, wenngleich seine vielfältigen Interessenlagen es verbieten, ihn in die Schublade „plattdeutscher Autor“ zu packen. Unter anderem übersetzte Lüpke aus dem Englischen die Werke der Dichter Sachal Sarmast (1739–1829) und Shah Abdul Latif (1689–1752), zwei Lyriker aus dem heute zu Pakistan gehörenden Sindh, eine Aufgabe, die fast 50 Jahre seines Schaffens bestimmte.

Lüpke wurde oft geehrt. Er bekam den Freudenthal-Preis, die Friesland-Medaille, die Fritz-Reuter-Medaille, aber auch Auszeichnungen aus Dänemark und den Niederlanden. Für die Niederdeutsche Bühne Varel schrieb Lüpke 1990 das Stück „Schuld“. Ihm zu Ehren ist die Straße benannt, in der er lebte.

NWZ-Spezial: Informationen & Videos zu Autoren & Büchern aus Oldenburg, dem Oldenburger Land und der ganzen Welt.

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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