VARRELBUSCH - Über ein volles Haus hat sich die Kirchengemeinde St. Marien Varrelbusch anlässlich des 75-jährigen Bestehens ihrer Kirche gefreut. Die Reithalle der Familie Janetzko war mit knapp 500 Leuten zum offiziellen Festakt nach dem Jubiläumsgottesdienst, den Pastor Monsignore Dr. Dirk Költken zusammen mit dem ehemaligen Weihbischof Max Georg Freiherr von Twickel abhielt, am frühen Sonntagabend gut gefüllt. „Es hat sich in den vergangenen 75 Jahren viel geändert. Die einzige Konstante ist die Gruppe der Christen, die eine lebendige Gemeinschaft darstellt“, so Költken. Garrels Bürgermeister Andreas Bartels gratulierte ebenfalls zum Jubiläum der Kirche, die 1935 gebaut wurde. Varrelbusch zeige eine harmonische und beispielhafte Zusammenarbeit von Kirche, Politik und Verwaltung.

Bei Kaffee und Kuchen wurden die Gäste von den Kindergartenkindern, dem Kirchenchor und der Gitarrengruppe bestens unterhalten. Besonders gut kam die plattdeutsche Vorführung der Varrelbuscher Kindergartenkinder bei den Besuchern an, in der sie der Kirche „up platt“ zum Geburtstag gratulierten.

Pfarrgemeinderatsvorsitzende Martina Pundt hatte in ihrer locker gestalteten Rede, die teilweise lautes Lachen der Gäste verursachte, dennoch einige mahnende Worte an ihre Zuhörer gerichtet. Kirche werde demnach heutzutage dringender denn je gebraucht, und die Zukunft, die nur gemeinsam und als Einheit bewältigt werden könne, solle als eine Chance angesehen und genutzt werden. Pundt bezeichnete die Kirche in Varrelbusch als das Wahrzeichen des Dorfes.

Ein besonderer Dank ging an die vielen ehrenamtlichen Helfer, die das Jubiläumsfest ermöglichten, an den ehemaligen Weihbischof Twickel, an die Familie Janetzko, die ihre Reithalle – als größter Raum in Varrelbusch bezeichnet – zur Verfügung stellte und an Martina Pundt, die mit viel Engagement bei den Vorbereitungen des Jubiläumsfestes mitwirkte.

Im Anschluss konnte die heiß begehrte Chronik erworben werden. „Wir haben für heute Abend nur eine Auflage von 1000 Exemplaren. Falls jemand demnach heute leer ausgehen sollte, hat er in vier Wochen wieder die Möglichkeit eine Chronik zu kaufen.“, versicherte Markus Hochgartz, der seit Monaten mit insgesamt 40 Autoren und vielen fleißigen Helfern an der Chronik gearbeitet hat. Hochgartz bedankte sich bei allen, die etwas zu der Chronik beigesteuert haben und natürlich bei den Autoren, die all das gesammelte Wissen zu Papier brachten.