Varrelbusch - Da hat sich das wochenlange Basteln wieder mal gelohnt: Rund 800 Palmstöcke verkaufte die Kolpingfamilie Varrelbusch am Palmsonntag in diesem Jahr. Mit dem Erlös wollen die Varrelbuscher Mitglieder des katholischen Sozialverbandes – wie immer – etwas Gutes für Einrichtungen vor Ort tun.

„Dieses Jahr müssen die Kindergärten vor Ort mal auf unsere Hilfe verzichten“, sagte Franz Buschermöhle, 1. Vorsitzender der Kolpingfamilie Varrelbusch, bei der Spendenübergabe am Montagabend im Pfarrheim Varrelbusch. In der Region bleiben die Spenden dennoch, zumindest zu einem großen Teil: Über je 1000 Euro dürfen sich die Cloppenburger Initiative „Kleiner Stern“ sowie das sich im Aufbau befindliche Cloppenburger Hospiz „Wanderlicht“ freuen.

Der „Kleine Stern“ unterstützt krebs- und herzkranke Kinder, etwa bei ihrer medizinischen Behandlung, um ihnen letzte Wünsche zu erfüllen oder um praktische Dinge zu bezahlen, die den Kindern und deren Angehörigen die schwere Situation erleichtern.

„Wir bedanken uns herzlich im Namen der kleinen Sterne: den krebs- und herzkranken Kindern, die wir dadurch unterstützen können“, sagte Maria Thien von der Initiative. Als Dank überreichte sie dem Vorstand der Kolpingfamilie eine „Mutmachkerze“ mit dem Logo der Initiative „Kleiner Stern“: „Diese können Sie bei Freude anmachen und bei Leid“, betonte sie.

Ebenso erfreut über die großzügige Spende zeigte sich Heike Büssing, Geschäftsführerin der Wanderlicht GmbH. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, das Hospiz für das Cloppenburger Land zum 1. April 2019 zu eröffnen. „Unser erster Gast soll genauso versorgt werden wie alle, die danach kommen“, sagte Büssing. Und der Bedarf an Hospizplätzen in der Region sei groß. Sie betonte, dass Projekte wie das Hospiz und „Kleiner Stern“ ohne Menschen, die dies unterstützen, nicht möglich wären.

Für die Mitglieder der Kolpingfamilie Varrelbusch eine Selbstverständlichkeit. „Wir werden alle älter. Die Frage nach einem Platz in einem Hospiz kann uns früher oder später alle treffen“, sagte Franz Buschermöhle. Weitere 500 Euro sollen an Pater Herbert Douteil gehen, der seit mehr als 30 Jahren in Brasilien als Missionar tätig ist.

Nun erhofft sich die Kolpingfamilie Varrelbusch, dass die unterstützten Projekte viele Menschen dazu ermuntern, beim Palmsonntag im kommenden Jahr kräftig für die gute Sache zu spenden.

Und bald beginnen auch schon wieder die Bastelarbeiten: Ab Januar werden rund 15 Frauen und Männer bis Palmsonntag jeden Montag wieder jede Menge Palmstöcke basteln.