VECHTA - Als ganz schön wasserfest mussten sich die anlässlich der neunten Vechtaer Burgmannen-Tage Mittelalter-Fans im Zitadellenpark am Sonnabend erweisen. Am Sonntag dagegen zeigte der Himmel größtenteils ein Einsehen Einsehen mit Rittern, Knappen, Marketendern, Spielleuten und dem in einem originalgetreu hergerichteten Heerlager kampierenden Tross.
Das Programm reichte vom martialischen „Sturm der Palisaden“ über die von Asmus Teller und anderen Fechtmeistern demonstrierten Künste im Umgang mit Schwert, Säbel und Degen, bis zu den sanften Klängen mittelalterlicher Musik, auf nachgebauten Instrumenten dargeboten von einem stilecht „gewandeten“ Ensemble der Kreismusikschule Vechta, unter Leitung von Rainer Wördemann. Wer es etwas rustikaler mochte durfte derweil einem fahrenden Sänger zuhören, der seine Lebensweisheiten zur Lauten-Begleitung, unter das sichtlich erfreute Publikum brachte.
Besonders bei die jungen Besuchern kamen die 17 Mitmachaktionen gut an. die Angebote reichten vom Basteln hölzerner Schilde oder Helmen aus Pappe bis zum Eierwerfen mit faustgroßen Feldsteinen. So eingestimmt auf den Tagesablauf unserer Ahnen bummelten die Besucher, von denen mancher gern Gummistiefel getragen hätte, über den „Markt der Fogelvreien“. Dort gab es beispielsweise Brotfladen mit allerlei Belag, süßes Naschwerk oder Fleischspieße vom Holzkohlengrill zu kosten. So brauchte niemand ohne Stärkung für Leib und Seele die Zitadelle zu verlassen.
An Ständen oder vor ihren Zelten mit Namen, wie „Frisia Magna“ demonstrierten Kerzenzieher, Pfeil- und Bogenbauer, Schmiede und zahlreiche weitere Handwerker ihre Künste. Wer wollte, konnte sich zudem in die Fußstapfen von Wilhelm Tell treten, und mit der Armbrust auf einen Apfel zielen. Etwaige Treffer wurden noch an Ort und Stelle mit Lob bedacht.
Mehr Bilder von den Vechtaer
Burgmannen-Tagen unter
