VECHTA - Barrierefreiheit bedeutet Chancengleichheit. Das stellte Universitätspräsidentin Prof. Dr. Marianne Assenmacher am Tag für Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung klar. Erstmals fand diese Veranstaltung nun in der Universität Vechta statt. Damit wollen die Organisatoren Menschen mit Behinderung ein Forum geben und für das Thema sensibilisieren.

Auf dem Programm standen Fachvorträge zu ganz unterschiedlichen Themen, etwa dem Umgang mit Schwerbehinderten im Wissenschaftsbereich, dem persönlichen Budget, Organspenden und Transplantationen oder Erwerbsunfähigkeit. Aussteller und Gäste tauschten sich intensiv an Informationsständen zum Beispiel vom Andreaswerk, der Reha Südwest, VitaCentrum oder der Deutschen Rentenversicherung aus. Kulturelle Beiträge leisteten die Vechtaer Studentenbühne und die Musikgruppe Takatina aus Osnabrück.

Um Barrierefreiheit und damit einen ungehinderten Zugang in alle Bereiche der Universität zu gewährleisten, hat die Hochschule in den vergangenen Jahren größere Baumaßnahmen umgesetzt. Dazu gehört beispielsweise der behindertengerechte Umbau des Haupteinganges oder der Einbau eines speziellen Treppenlifts. Weitere Maßnahmen wie der Bau eines Treppenlifts im Mensa-Gebäude sind geplant.

Mobilität müsse aber auch in beruflicher und persönlicher Hinsicht erreicht werden, so Prof. Assenmacher weiter. „Wir bemühen uns, die Beschäftigungsquote von Menschen mit Behinderung zu erhöhen.“

Stefanie Bruns, Beauftragte für Studierende mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen stellte klar: „Es geht nicht um eine Sonderbehandlung Betroffener, sondern darum, Nachteile auszugleichen.“ Denn eine Behinderung könne schließlich jeden treffen.

„Es ist noch vieles zu tun“, lautete das Fazit von Marianne Assenmacher. Das Thema müsse auf der Agenda bleiben – nicht nur an einem Tag im Jahr.