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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Nur zwei Regisseurinnen schaffen es ins Programm

28.08.2019

Venedig Was passiert, wenn zu viel Zeit auf zu wenig Raum trifft? Steffen Goldkamps Kurzfilm „Nach zwei Stunden waren zehn Minuten vergangen“ versucht, das Lebensgefühl in einem Gefängnis einzufangen. Der junge Regisseur zeigt den Knastalltag als ein zusammenhanglos-schattenhaftes Gleiten. Einzig eine Schildkröte, die es irgendwie an diesen tristen Ort der niedersächsischen Vollzugsanstalt Hahnöfersand im Landkreis Stade verschlagen hat, scheint gut zu passen.

Der knapp 20-minütige Film, der beim 76. Filmfestival in Venedig (28. August bis 7. September) Premiere feiert, ist einer der wenigen Beiträge von deutschen Filmemachern, die es ins offizielle Programm der Mostra geschafft haben. 65 neue Spielfilme, 18 Kurzfilme sowie Ausschnitte aus zwei Serien sind im offiziellen Programm zu sehen.

Wie 2018 hat es die Auswahlkommission um Festivalleiter Alberto Barbera nicht geschafft, weibliche Regisseure halbwegs angemessen in die „Löwen“-Konkurrenz zu integrieren: Diesmal sind es ganze zwei Filmemacherinnen – die Australierin Shannon Murphy mit „Babyteeth“ und Haifaa Al-Mansour aus Saudi Arabien mit „The Perfect Candidate“ um eine Frau, die bei einer lokalen Wahl antritt und damit die patriarchale Tradition herausfordert.

Natürlich rechtfertigte Barbera diesen Kurs – damit, dass viel weniger Filme von Frauen eingereicht wurden und letztlich immer die Qualität den Ausschlag gebe. Zum Trost verwies er auf die Beiträge, in denen die Schicksale von Frauen thematisiert werden.

Von der Qualität her kann es Venedig erneut locker mit Cannes aufnehmen. Formal dominieren die Spielfilme – Thriller, Familiengeschichten und Historienfilme: Etwa „The Domain“ von Tiago Guedes, eine Familiensaga um einen Clan in Portugal, die von den 1940er Jahren bis in die Gegenwart reicht; oder „J’accuse“ von Roman Polanski über die Dreyfuss-Affäre. Spannend könnte auch ein Beitrag des afro-amerikanischen Polit-Aktivisten Nate Parker werden, der mit „American Skin“ erneut das Thema Rassismus angeht.

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