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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Und der Goldene Löwe geht an – „The Shape of Water“

10.09.2017

Venedig Das bildgewaltige Märchen „The Shape of Water“ des mexikanischen Regisseurs Guillermo del Toro hat den Goldenen Löwen der Filmfestspiele Venedig gewonnen. Das gab die Jury am Samstagabend bekannt. Es ist der erste Goldene Löwe für einen mexikanischen Regisseur. Der Film ist eine US-Produktion.

Im Mittelpunkt des fantasievollen Films steht die Liebe zwischen einer einfachen Putzfrau und einem im Wasser lebenden Fabelwesen. Der 52 Jahre alte del Toro („Pans Labyrinth“) kreiert so eine spektakuläre Welt. Die Hauptrollen spielen die Britin Sally Hawkins und der US-Amerikaner Doug Jones. In weiteren Rollen sind Michael Shannon und Richard Jenkins zu sehen.

Der zweitwichtigste Preis des Festivals, der Große Preis der Jury, ging an die deutsche Koproduktion „Foxtrot“. Das Drama des israelischen Regisseurs Samuel Maoz erzählt vom Tod eines jungen Soldaten und wie seine Familie damit umgeht.

Als bester Schauspieler wurde Kamel El Basha für „The Insult“ geehrt. In dem Drama von Ziad Doueiri spielt er einen palästinensischen Bauarbeiter, dessen Streit mit einem Anwohner einer Baustelle in Beirut so eskaliert, dass die libanesische Stadt fast vor einem Bürgerkrieg steht.

Die Britin Charlotte Rampling nahm die Auszeichnung als beste Schauspielerin entgegen. Die 71 Jahre alte Rampling spielt in dem Drama „Hannah“ des italienischen Regisseurs Andrea Pallaoro eine einsame Frau, die ihr Leben nach der Verhaftung ihres Mannes neu ordnen muss.

Gleich zwei Auszeichnungen gingen an den Franzosen Xavier Legrand. Der junge Regisseur wurde für sein bedrückendes Scheidungsdrama „Jusqu“à la garde“ mit dem Silbernen Löwen als Preis für die beste Regie geehrt. Zuvor hatte er bereits den Luigi-De-Laurentiis-Preis für einen Debütfilm bekommen.

Der Ire Martin McDonagh gewann die Trophäe für das beste Drehbuch - bei der Tragikomödie „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ hatte er auch Regie geführt. Der Spezialpreis der Jury wurde an „Sweet Country“ des Australiers Warwick Thornton vergeben, der von Gewalt weißer Siedler an Aborigines erzählt.

Der junge US-Amerikaner Charlie Plummer wurde mit dem Marcello-Mastroianni-Preis für den besten Jungdarsteller geehrt. Der 18-Jährige spielt in dem Drama „Lean on Pete“ des Briten Andrew Haigh einen verzweifelten Heranwachsenden.

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