Oldenburg - Wer in Osnabrück die acht Museen besucht, kann das mit der Osna-Card zum ermäßigten Tarif von 8 Euro. Damit kann man außerdem noch Bus fahren. Das Verbundticket in Oldenburg kommt seit dem Jahr 2000 immer wieder auf die Tagesordnung bei den Kulturpolitikern, wurde aber nie eine Erfolgsgeschichte wie in anderen Städten.

Von Anfang an schien eines der großen Hindernisse in Oldenburg zu sein, dass es zwei Hausherren gibt: Stadt und Land. Auch im jüngsten Kulturausschuss während der Sitzung im Kunstverein wurde wieder darüber diskutiert.

Wie Dr. Friedrich Scheele, Direktor der städtischen Museen, berichtete, sei die Nachfrage nach einer Verbundseintrittskarte in Oldenburg eher verhalten. Er nannte die Zahl von gerade einmal 400 Tickets. Überdies habe das Land kein Interesse an der Fortsetzung der gemeinsamen Eintrittskarte. Zu dessen Häusern in Oldenburg zählen das Museum für Kunst und Kulturgeschichte im Schloss mit Prinzenpalais und Augusteum sowie das Museum für Natur und Mensch.

Da sich Ratsherr Hans-Richard Schwartz (FDP) bereits seit 14 Jahren für das Projekt einsetzt, will er jetzt nicht aufgeben und der Absage nun weiter auf den Grund gehen. Er ist der Überzeugung, dass die endgültige Einführung dieses Tickets den kostengünstigsten Besuch der Landesmuseen und der städtischen Häuser ermöglichen würde, was sich seiner Einschätzung nach auch auf die Besucherzahlen auswirken würde und Menschen kostengünstiger den Museumsbesuch ermöglichen könnte.

Über die FDP-Landtagsfraktion in Hannover hat er am Donnerstag eine sogenannte Kleine Anfrage gestellt und hofft, dass er dadurch Kulturministerin Gabriele Heinen-Kljajićc (Bündnis 90/Die Grünen) etwa für ein Pilotprojekt in Niedersachsen in Sachen Verbundticket zwischen Stadt- und Landesmuseen begeistern kann.