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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Verdichtete Wahrheiten über Leben und Liebe

05.07.2016
Frage: Marco Michael Wanda, ist das „Hurricane“ das größte Festival, auf dem Sie bisher gespielt haben?
Marco Michael Wanda: In Deutschland ja. Da waren wir letztes Jahr noch mit einem Neunsitzer-Bus unterwegs, und die Musiker sind selbst gefahren. Wir haben eine Punk-Tournee gefahren durch Deutschland, 180 Konzerte.
Frage: Ihr Auftritt beim Zwillings-Festival „Southside“ wurde kurzfristig abgesagt...
Wanda: Ja leider, wir standen schön auf der Bühne bereit. Aber ich hoffe, wir können das nächstes Jahr nachholen und spielen dann die Show unseres Lebens.
Frage: Das klingt sehr fair. Grund für den Abbruch war ein heftiges Gewitter.
Wanda: Ja, das hat ausgeschaut wie ein Krisengebiet. Dichteste Windböen, eine Gewitterfront wie eine Flutwelle. Wie schwarzes Wasser im Himmel, das vorwärts rollt. Ein atemberaubendes Bild. Als könnte man das kaum überleben, draußen zu sein. Aber es war eine ganz anteilnehmende Stimmung unter den Musikern und den Crews.
Frage: Sie sind auch in Norddeutschland bekannt, trotz Ihres für hier eher fremden wienerischen Akzents.
Wanda: Ja, wobei: Für österreichische Verhältnisse sind wir so hochdeutsch wie fast keine andere Band. Ich glaube, in Deutschland versteht man uns sehr gut. Das ist unser Glück, ein bisschen.
Frage: Glauben Sie, dass Ihr Erfolg davon abhängig ist?
Wanda: Wo der Erfolg herkommt, weiß ich grundsätzlich nicht. Das kommt mir mittlerweile wie Schicksal vor. Ich weiß auch nicht, was wir richtig gemacht haben, oder falsch, oder warum das alles so passiert ist. Aber ich ergebe mich einfach (lacht). Ich mach’ einfach mit. Der Zug fährt, und ich spring’ sicher nicht ab. Denn er fährt jetzt auch so schnell, ich würde mir beide Beine brechen.
Frage: Ihr Thema in den Songs ist „Amore“. Was bedeutet das für Ihre Band?
Wanda: Wir singen grundsätzlich über die Problemstellung „Leben“. Wir verdichten Wahrheiten über Leben, Liebe, Leidenschaft, Tod und Angst. „Amore“ ist ein Schlagwort, dass sich irgendwie festgesetzt hat. Für mich war es einfach ein Wort, das ich beim Song-Schreiben auf einen Zettel geschrieben habe. Auf einmal ist das Wort mit ganz viel Bedeutung aufgeladen.
Frage: Von Seiten der Fans?
Wanda: Ja. Ich find’ das aber irrsinnig schön. Mittlerweile schließe ich mich einfach dem Publikum an. Das, was das Publikum mit dem Wort assoziiert, ist mein Gefühl geworden. Ich glaube nicht, dass „Amore“ die körperliche Liebe ist, ich glaube, dass das darüber hinausgeht. Es ist zu etwas Philosophischem geworden. Für mich zumindest. Eine positive Kraft, die vielleicht sogar auf so etwas wie eine humanistische Grundeinstellung hinweist.
Frage: Das Streben nach „Amore“?
Wanda: Ja. Nach Gegenseitigkeit, respektvollem Umgang, und über Nationen übergreifende Liebe. Menschen lieben können. Bedingungslos.
Mathias Freese
Redakteur
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2032

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