Wildeshausen - Einen „Kessel Buntes“ serviert der Kulturkreis Wildeshausen für die Spielzeit 2013/14. Die „Zutaten“ sind eine Mischung aus elf Veranstaltungen (siehe Kasten), die den Gästen sicherlich „schmecken“ werden. Gewürzt werden sie allein mit fünf Angeboten aus der Kinderkultur.
Die kleinsten Kulturfreunde dürfen sich über bekannte Figuren freuen. So erzählen zum Auftakt „Die Complizen“ aus Hannover die Geschichte von „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“, das Mobile Figurentheater Bremen bringt „Nils Holgersson“ mit, und zu Weihnachten kommt „Dornröschen“. Die Königin der Farben“ beehrt die Kinder ebenso wie Markus Rohde, bekannt von der Band „Die Blindfische“, mit seinem Musik-Mitmachtheater.
Junges Bläserquintett
Auch die Erwachsenen erleben einen wahren Ohrenschmaus: Zum ersten Mal tritt das Weimarer Bläserquintett beim Kulturkreis auf. „Eine Gruppe junger Talente von sehr, sehr hoher Qualität“, macht Kulturkreisvorsitzender Werner Stommel Musikfreunden den Mund wässrig. Ein weiterer Leckerbissen ist der US-Amerikaner Kevin Kenner, der zum ersten Mal im Oktober 2011 in der Kreisstadt auftrat. „Ein Weltklasse-Pianist“, schwärmt Stommel.
Seinen Anspruch, immer wieder Künstler aus der Region zu verpflichten, wird der Kulturkreis mit dem Wildeshauser Trompeter Holger Becker und dem Wildeshauser Kantor Ralf Grössler (Orgel, Klavier) gerecht. Gemeinsam spielen sie in der Alexanderkirche.
Ein weiteres Kind der Stadt, das während seiner Schulzeit am hiesigen Gymnasium Theater spielte, kehrt für einen Auftritt nach Wildeshausen zurück: Roman Pertl präsentiert mit weiteren Künstlern der Folkwang Universität Essen die interdisziplinäre Performance „Am Ende des Tages“. Miteinander verbunden werden hier Fotos, Texte, Musik und Gesang.
Eine sowohl spannende als auch nachdenkliche Inszenierung zeigt das Altonaer Theater aus Hamburg mit dem Stück „Jugend ohne Gott“ nach Ödön von Horváth. In der Hauptrolle ist der renommierte Schauspieler Peter Bause zu sehen.
Lesung über von Dönhoff
Ein wahrer Genuss ist es auch, Friedrich von Dönhoff bei seiner Lesung zuzuhören. Der Autor erinnert an seine Großtante, die bekannte Journalistin Marion Gräfin von Dönhoff, über die er ein Buch geschrieben hat.
Fazit: Der Kulturkreis bietet in der nächsten Spielzeit wieder einmal mehr Kultur „satt“.
