Conneforde/Spohle - Weiter ungewiss ist die Zukunft des Heimatvereins Conneforde, der vor allem für seine alljährliche Sonnenwendfeier auf dem Heinenbarg in Conneforde bekannt ist. Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am Dienstagabend im „Spohler Krug“ fand sich nicht – wie erhofft – ein neuer Vorsitzender. Die übrigen Vorstandsmitglieder machten nochmals deutlich, dass sie, falls sich bis zur Hauptversammlung im Februar kein neuer „Baas“ findet, ebenfalls nicht weitermachen wollen. Das könnte das „Aus“ für den 1950 gegründeten Vereins bedeuten.

Lediglich 24 der insgesamt 169 Mitglieder des Vereins waren am Dienstagabend zu dieser Versammlung gekommen – und setzen nun ihre letzte Hoffnung auf die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen Vereinen aus der Umgebung eine wie auch immer geartete Zusammenarbeit zu vereinbaren. Der Vorschlag war aus der Versammlung gekommen.

Das Problem: Nach dem Tod des langjährigen Vorsitzenden Hans-Gerd Wefer im Oktober 2015 hatte sich kein Nachfolger gefunden. Der Verein hatte im Frühjahr dieses Jahres in der Hauptversammlung beschlossen, zunächst mit den beiden anderen Vorständen und dem Geschäftsführer ein Jahr lang weiterzumachen – in der Hoffnung, dass sich ein neuer „Baas“ findet. Das ist bislang gescheitert. „Langfristig geht es nicht ohne Vorsitzenden“, stellte Geschäftsführer Arnold Gerdes am Dienstagabend nochmals klar.

Gemeinsam mit dem Landvolkverein Spohle soll nun versucht werden, kurzfristig mit anderen Vereinen zusammenzukommen, um über Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu sprechen – ein letzter Versuch, den Verein so vielleicht auch als eine Art Abteilung zu retten, war der Tenor in der Versammlung. Tenor war aber auch: Sollte es zu keinem Ergebnis kommen oder sich bis Februar kein neuer „Baas“ finden, dann werde das die Auflösung des Vereins bedeuten. Und das Ende der Sonnenwendfeier, die in Conneforde bereits seit 1920 gefeiert wird.