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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Vergangenheit lässt sich nicht verbieten

20.03.2007

BERLIN BERLIN/DPA - In dem Buch „Deutsche Gerechtigkeit“ über die Mauerschützenprozesse darf der Name eines DDR-Grenzoffiziers wieder genannt werden. Das entschied das Berliner Kammergericht am Montag.

Das Landgericht hatte in erster Instanz auf Antrag des Offiziers verfügt, dass das Buch von Roman Grafe aus dem Münchner Siedler Verlag nicht mehr verbreitet werden darf. Der Offizier, der heute bei der Bundespolizei arbeitet, hatte sich gegen die Nennung seines Namens im Zusammenhang mit den Todesschüssen auf den DDR-Flüchtling Chris Gueffroy an der Berliner Mauer gewehrt. Das Kammergericht gab nun der Berufungsklage von Verlag und Autor statt. (Akz. 10 U 49/06).

Gueffroy war das letzte Todesopfer an der Berliner Mauer. Der 20-Jährige wurde im Februar 1989 bei einem Fluchtversuch erschossen. Das Kammergericht urteilte, der Mann könne genannt werden, da er selbst seine Vergangenheit sowie seine jetzige Tätigkeit durch Vorträge und in einem Fernsehbeitrag öffentlich gemacht habe. Dass Autor Grafe dem Mann seine frühere Funktion vorwirft, sei eine zulässige Meinungsäußerung. Gegen das Verbot in erster Instanz hatten Schriftsteller, Historiker und Juristen protestiert, darunter Erich Loest, Wolf Biermann, Freya Klier, Heinrich Breloer und Ralph Giordano.

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