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Pogrom Vergangenheit soll wach bleiben

Wildeshausen - Traditionell stellt der Arbeitskreis „Für Demokratie und Toleranz“ im Präventionsrat der Stadt Wildeshausen für den November verschiedene Veranstaltungen zusammen, die an die Gräueltaten im nationalsozialistischen Deutschland erinnern. Die Mitglieder im Arbeitskreis sind davon überzeugt, dass im bewussten Erinnern an das Geschehene der Grundstein für jede präventive Arbeit gegen ausgrenzendes und herab setzendes Verhalten liegt.

Die Programmreihe beginnt erneut mit dem Erinnerungsgang am Montag, 9. November, wenn sich die Reichspogromnacht jährt. Dieses Mal wird der Erinnerungsgang von Schülern des Beruflichen Gymnasiums gestaltet und beginnt beim jüdischen Friedhof.

Er führt an den Häusern vorbei, wo früher jüdische Familien lebten und endet wie gewohnt auf dem Marktplatz. Dort wird das Banner gehisst, mit dem an die ermordeten jüdischen Bürger aus Wildeshausen erinnert wird. Treffpunkt für den Erinnerungsgang ist um 16 Uhr auf dem Parkplatz beim Hotel Wildeshauser Hof an der Straße „Im Hagen“.

Schüler berichten

Schüler des Beruflichen Gymnasiums werden dabei vom Leben der ermordeten und vertriebenen Juden der Stadt Wildeshausen berichten. Im Rahmen der Vorbereitung des Erinnerungsganges griffen zehn Gymnasiasten zu Putzlappen und Gießkanne, um die in der Innenstadt verlegten „Stolpersteine“ zu säubern und damit das Versprechen zu erfüllen, dass die Steine nicht nur verlegt, sondern auch gepflegt werden.

Entsprechend dem Gedanken der präventiven Arbeit folgen zwei Filmangebote am Mittwoch, 11. November, die dank der Zusammenarbeit mit dem Betreiber des Lili-Servicekinos möglich sind. Am Vormittag gibt es für Schulklassen den Film „Lauf Junge lauf!“ zu sehen, der die Geschichte eines jüdischen Jungen erzählt und damit zu tolerantem, akzeptierendem Verhalten anregen will.

In der aktuellen Flüchtlingssituation ein besonders wichtiger Aspekt, meint der Arbeitskreis „Für Demokratie und Toleranz“. Um 20 Uhr bietet der Film „Elser – Er hätte die Welt verändert“ Erwachsenen ebenfalls die Möglichkeit der Auseinandersetzung mit dieser Thematik.

Vortrag über NS-Morde

In Kooperation mit dem Kulturkreis Wildeshausen steht am Sonntag, 15. November, um 20 Uhr das Theaterstück „Die Judenbank“ von Reinhold Massag auf dem Programm, ehe am Dienstag, 17. November, um 20 Uhr ein Vortrag über Wildeshauser Opfer des NS-Krankenmordes die Veranstaltungsreihe beschließen wird. Diesen Vortrag hält Prof. Dr. Ingo Harms, der bundesweit zur Geschichte der Psychiatrie forscht.

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