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NWZonline.de Nachrichten Kultur

GESCHICHTE: Vergleich von Kommunisten und Nationalsozialisten

11.01.2008

BERLIN Es war eine der brisantesten Debatten der Bundesrepublik: Vor 22 Jahren löste der Historiker Ernst Nolte mit seiner These, Hitler und der Nationalsozialismus seien eine Reaktion auf die „existenzielle Bedrohung“ Deutschlands durch die Russische Revolution, eine Welle der Empörung aus. Der Geschichtsprofessor der Freien Universität Berlin wolle den Holocaust relativieren, lautete der zentrale Vorwurf im sogenannten Historikerstreit, der über Monate die Medien beschäftigte.

Die Behauptungen Noltes, der an diesem Freitag 85 Jahre alt wird, gelten in der Historiker-Zunft inzwischen als widerlegt. Doch Nolte hatte einen Nerv berührt. Der Vergleich von Unterdrückungssystemen wie Bolschewismus und Nationalsozialismus rückten mit dem Niedergang der Sowjetunion wieder in dem Mittelpunkt. Lange hatte gegolten, dass es zwischen sowjetischen Kommunismus und Nationalsozialismus einen unüberbrückbaren Gegensatz gibt. Viele wollten in der Sowjetunion noch an einen humanen Kern glauben. Doch mit der Öffnung der Archive wurde das Ausmaß der Verbrechen der Stalin-Zeit mit seinen Millionen Toten bekannt. Französische Historiker sprachen von einem „roten Holocaust“.

Nolte sieht sich durch Vorwürfe seiner Kollegen, er habe sich in die Nähe der Holocaust-Leugner begeben, noch heute ungerecht behandelt. Im Ergebnis, erklärte schließlich der Historiker Heinrich August Winkler, habe die Auseinandersetzung um Noltes Thesen die „vorbehaltlose Öffnung“ der Bundesrepublik gegenüber dem Westen gefestigt.

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