Scharrel - Seit nunmehr 20 Jahren besteht die Theatergruppe „Spälkoppel Scharrel“. Am Wochenende führten die Darsteller erstmals auf einem Seniorennachmittag mit der Kolpingfamilie Scharrel ihr neuestes Stück, die plattdeutsche Komödie „So een Tyrann“ von Heino Buerhoop und Bernd Gombold, auf. Für die Zuschauer gab es wieder einmal viel zu Lachen.
Bürgermeister Albert Babel (Heinrich Pörschke) „regiert“ im Rathaus auf seine ganz eigene Art. Dabei hat er auch seine Familie im Rathaus beschäftigt, allerdings sind seine Ehefrau Erna Babel (Brigitte Oltmann) und auch seine Tochter Lisa (Veronika Pörschke) von seiner Personalführung gar nicht erfreut.
Im Rathaus neigt sich ein fast normaler Arbeitstag dem Ende zu. Doch an diesem Tag feiert Albert Babel seinen 50. Geburtstag und ist daher noch genervter als sonst. Sein tyrannisches Auftreten wird durch eine neue Sprechanlage im Rathaus noch verstärkt.
Und dann ist da noch die überaus gut informierte Putzfrau Rosalinde (Heike Büter-Block). Zu allem Überdruss teilt ihm die neugierige Putzfrau mit, dass seine Tochter Lisa ein Verhältnis mit Peter Bacher (Michael Hilwers) hat, dem Sohn des verhassten Bürgermeisters aus dem Nachbarort. Babel fordert seine Tochter auf, dieses Verhältnis noch am gleichen Tag zu beenden. Sie weigert sich.
Über die neue Sprechanlage im Rathaus, die Babel allerdings noch nicht so richtig beherrscht, hört seine Tochter Lisa im Büro nebenan durch Zufall einige „Sünden“ aus dessen Jugendzeit, die er seinen besten Freunden, den aktiven Gemeinderatsmitgliedern Eugen Schaufel (Robert Werner) und Fritz Hoosbein (Ansgar Dockmann) erzählt.
Als junger Mann hatte der Fliesenlegermeister auf einer Großbaustelle in Saudi-Arabien gearbeitet, wo er durch Zufall einen Scheich kennenlernte und dieser ihm ein Leben in Saus und Braus ermöglichte. Dazu gehörte auch die schöne Haremsdame Laila.
Diese Jugendsünden nutzt seine Tochter aus und verpasst ihrem Vater gemeinsam mit ihrem Freund Peter einen gehörigen Denkzettel. Ihr Freund schlüpft in ein Scheichskostüm und gibt sich als Lailas Sohn aus. Ein herrliches Katz-und-Maus-Spiel beginnt, denn Babel möchte die wahre Identität seines vermeintlichen Sohnes vertuschen.
Der Vorhang zu weiteren Aufführungen hebt sich im Bonifatiushaus am 15., 21., 22., 23., 28., und 29. November. Karten gibt es im Vorverkauf im Raiffeisen-Markt in Scharrel.
