Lemwerder - Am diesem Freitag, 1. März, wird wieder in mehr als 170 Ländern der Weltgebetstag gefeiert. Bis ins 19. Jahrhundert reichen die Wurzeln dieses ökumenischen Gottesdienstes zurück, bei dem jedes Jahr ein anderes, von einem Komitee festgelegtes Land im Mittelpunkt steht.
Dieses Mal wird Frankreich in den Kirchen der Welt vorgestellt. Rund 14 Millionen Einwanderer leben in dem Land, die dem sozialen Elend, der Unterdrückung oder den kriegerischen Auseinandersetzungen in ihren Heimatländern entkommen sind. Sie leben oft am Rande der Gesellschaft. Sehr passend sei da der Satz aus dem Matthäus-Evangelium „Ich war hier fremd, ihr habt mich aufgenommen“, auf dem die Gottesdienste aufgebaut sind, finden die Mitglieder des Teams, das den Weltgebetstag für alle vier Kirchengemeinden Lemwerders in Altenesch ausrichtet.
„Ganz besonders schlimm ist es oft für junge, dunkelhäutige Frauen, die angelockt von Hoffnungen und falschen Versprechungen in der Prostitution landen“, sagen Marion Materny und Astrid Stührmann. Gemeinsam mit Karin Uhlhorn, Elke Döhle und Hedwig Woker haben sie nach einem Vorbereitungstag in Delmenhorst den Gottesdienst vorbereitet, bei dem am Freitag insgesamt 18 Frauen aller Konfessionen mitwirken – und zu dem Männer willkommen sind.
Zur Einstimmung wird beim Betreten der St.-Gallus-Kirche französische Musik erklingen, bevor sich verschiedene Bewohnerinnen Frankreichs vorstellen. Es gibt Pantomime, Ausstellungen und Lieder des ökumenischen Singkreises. Das dazu ausgewählte Bild, das in diesem Jahr die Plakate oder Gottesdienstordnungen ziert und für jeden Besucher als Postkarte ausgegeben wird, stammt von Anne-Lise Hammann Jeanot. Es wird im Laufe des Abends näher erklärt.
Im Anschluss sind alle ins Altenescher Gemeindehaus eingeladen, wo diverse kulinarische Genüsse, zubereitet nach französischen Rezepten, oder das bunte Angebot des Eine-Welt-Ladens auf die Gottesdienstbesucher warten.
Zum dritten Mal entzünden die Frauen der evangelischen Gemeinden Bardewisch, Altenesch und Lemwerder sowie die katholische Heilig-Geist-Gemeinde am Weltgebetstag gemeinsam die dazugehörige Kerze. Um 18 Uhr beginnt der Gottesdienst am 1. März in der St.-Gallus-Kirche. Die Kollekte wird dabei, wie weltweit festgelegt, der Projektarbeit für Frankreichs Frauen zufließen.
