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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Emmy Awards 2016: Viele Preise, mehr Witze – Vor allem gegen Trump

20.09.2016

Los Angeles Der US-Wahlkampf hat der diesjährigen Emmy-Verleihung seinen Stempel aufgedrückt. Als die Schauspielerin Julia Louis-Dreyfus die Auszeichnung als beste Comedy-Darstellerin erhielt, bat sie am Sonntag um Entschuldigung, dass ihre Politsatire „Veep“ im Vergleich zur Wirklichkeit mittlerweile eher wie ein Dokumentarfilm wirke. „Wenn es das Fernsehen nicht gäbe, wäre Donald Trump überhaupt nicht nominiert“, hatte zuvor auch schon Moderator Jimmy Kimmel mit Blick auf Trumps Aufstieg durch die Reality-Show „The Apprentice“ gewitzelt. Der gescheiterte republikanische Präsidentschaftsbewerber Jeb Bush übte sich als Chauffeur für Moderator Jimmy Kimmel in seltener Selbstironie.

Großer Sieger des bedeutendsten Fernsehpreises der USA war einmal mehr die Fantasy-Serie „Game of Thrones“, die zugleich einen Rekord aufstellte. Sie gewann zum zweiten Mal in Folge die Königskategorie „Bestes Drama“ und strich insgesamt gleich zwölf Emmys ein. Zusammen mit den Trophäen der vergangenen Jahre kommt sie damit auf 38 und übertrumpfte so „Frasier“ als beste jemals in der Haupteinschaltzeit ausgestrahlte Serie.

Louis-Dreyfus heimste für ihre Darstellung der fiktiven Politikerin Selina Meyer zum fünften Mal in Folge die Auszeichnung als beste Comedy-Darstellerin ein. „„Veep“ hat die Mauer zwischen Komödie und Politik niedergerissen. Unsere Show begann als politische Satire, aber jetzt fühlt sie sich an wie eine nüchterne Dokumentation“, sagte Louis-Dreyfus. Sie wolle diese Mauer wieder aufbauen und Mexiko die Kosten aufdrücken.

In „Veep“ leidet Louis-Dreyfus in ihrer Rolle zunächst als US-Vizepräsidentin unter den beschränkten Befugnissen ihres Amtes, steigt dann aber doch noch zur Chefin im Weißen Haus auf. Die Schauspielerin widmete den Preis ihrem Vater, der am Freitag gestorben war.

Die Auszeichnung als bester Komödiant erhielt Jeffrey Tambor für seine Rolle in der Fernsehserie „Transparent“. Darin spielt der 72-Jährige einen pensionierten Professor, der als Transsexueller zur Frau wird und sich mit den Auswirkungen dieses Schritts auf seine Ex-Frau und ihre gemeinsamen Kinder auseinandersetzen muss. Für Tambor war es der zweite Emmy in Serie in dieser Kategorie.

Als beste Nebendarstellerin in einer Comedy-Show wurde Kate McKinnon geehrt. Sie bedankte sich unter anderem bei der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton, die sie in der Show „Saturday Night Live“ persifliert hatte.

Weitere Auszeichnungen erhielten als beste Drama-Hauptdarsteller Rami Malek („Mr. Robot“) und Tatiana Maslany („Orphan Black“), als beste Nebendarstellerinnen wurden Ben Mendelsohn („Bloodline“) und Maggie Smith („Downton Abbey“) geehrt. Gleich fünf Emmys gingen an die Miniserie „The People vs. O.J. Simpson: American Crime Story“, unter anderem für die Darsteller Courtney B. Vance, Sarah Paulson und Sterling K. Brown.

Die Trophäe für das beste satirische Talkshow-Format erhielt „Last Week Tonight with John Oliver“. Der Fernsehfilm „Sherlock: The Abominable Bride“ wurde ebenso ausgezeichnet wie die Casting-Show „The Voice“.

Durch den Abend führte Kimmel, der sich von Bush in einer Limousine zum Ort des Geschehens chauffieren ließ. Der gescheiterte Präsidentschaftsbewerber deckte Kimmel mit Ratschlägen ein. „Wusstest Du, dass Du pro Stunde zwölf Dollar verdienen könntest, wenn Du für Uber arbeitest?“, fragte Bush. Außerdem riet er zu einem Wahlkampf voll positiver Botschaften. „Das wird die Wähler schließlich überzeugen“, versicherte er, nicht ohne hinzuzufügen, es handele sich um einen Scherz.

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