Jever - Mit einem Liederabend von Günter Gall und Konstantin Vassiliev ist am Sonntag die Ausstellung „...und noch geht es mir gut“ mit Feldpostkarten aus dem Ersten Weltkrieg im Schlossmuseum Jever zu Ende gegangen. Museumsleiterin Professor Dr. Antje Sander und Landrat Sven Ambrosy blickten auf ein erfolgreiches halbes Jahr zurück: Die Ausstellung mit Briefen von Soldaten aus der Region ist auf reges Interesse gestoßen.
„Besonders gefreut hat uns der Besuch zahlreicher Schulklassen“, sagte Antje Sander. Das zeige, dass das Schlossmuseum mit diesem Ansatz, auf den Ersten Weltkrieg zurückzublicken, richtig gelegen habe. Sie dankte insbesondere den Leihgebern, die Familien-Erbstücke für die Ausstellung zur Verfügung gestellt und teilweise auch ganz ans Schlossmuseum übergeben haben.
Ambrosy schlug einen Bogen vom Ersten Weltkrieg, in den die Länder Europas sehenden Auges hineingetrudelt seien, zur heutigen Situation: „Wenn die internationale Staatengemeinschaft nicht funktioniert und die Brandherde nicht in den Griff bekommt, kann so etwas auch heute wieder geschehen“, meinte er mit Blick auf die Ukraine.
Das Museum habe mit seiner Feldpost-Ausstellung einen sehr persönlichen Zugang geboten, Krieg begreifbar zu machen, lobte er.
