Er ist eine Persönlichkeit, die in der Kirchengemeinde Ofen und ihm dazugehörigen Pfarrbezirk Metjendorf vieles bewegt hat. Obwohl in zwei politischen Gemeinden unterwegs, verbindet Dr. Dieter Thierfeld diese beiden Ortschaften mit seinem Engagement in der Kirchengemeinde Ofen. Nach 48 Jahren als Kirchenältester und damit Sprecher des Gemeindekirchenrates trat der Ofenerfelder jetzt Ende Februar zurück.
Der heute 78-Jährige ist gelernter Gärtner, wurde danach Gartenbauingenieur und qualifizierte sich in dem Bereich der Naturwissenschaften bis zu seiner Habilitation, um anschließend auch zu unterrichten. Früh fand er seinen Weg in die evangelische Kirchengemeinde, wo er nicht nur während der knapp fünf Jahrzehnte Vieles auf den Weg brachte, sondern auch mit verschiedenen Initiativen und sehr viel Verhandlungsgeschick einiges für die kirchliche Gemeinde erreichte.
Dass es seit einigen Jahren in Ofen einen evangelischen Kindergarten gibt, ist sicherlich auch Dieter Thierfeld zu danken. Mit viel Verhandlungsgeschick gelang es ihm, entsprechende Gelder seitens der Kommune, des Landkreises und auch des Landes zu erhalten, um dieses Projekt umsetzen zu können. Am Sonntag wurde er in der Ofener Kirche im Rahmen eines Gottesdienstes „entpflichtet“. Bei einem anschließenden Empfang im benachbarten Gemeindehaus fanden auch viele Wegbegleiter die Zeit, ihn persönlich zu verabschieden.
Thierfeld, der auch keinem Streit mit dem Oberkirchenrat aus dem Weg ging, hatte die Fähigkeit, zum Wohle der Kirchengemeinde über den Tellerrand hinauszublicken. Auch der Friedhof an der Ofener Kirche war ihm ein großes Anliegen. In konstruktiven Gesprächen mit der zuständigen Kommune konnte er positiv auf die Gestaltung des Areals Einfluss nehmen.
Lob erhielt er nicht nur dafür vom stellvertretenden Bürgermeister der Gemeinde Bad Zwischenahn, Henning Dierks. „Er hat sich mit den Sachen, für die er sich einsetzte, auch identifiziert. Das ist bewundernswert und verdient viel Respekt. Dabei sollte auch seine Frau Gerlinde nicht vergessen werden, die ihn immer wieder unterstützt und in seiner Arbeit mit getragen hat.“
Thierfeld, der nicht nur aus Altersgründen, sondern auch wegen seines gesundheitlichen Zustandes aufhört, wird der Kirchengemeinde weiterhin mit Rat zur Seite stehen, sollte es Anfragen geben. In jedem Fall bleibt er aber dem Heinrich-Kunst-Haus in Ofenerfeld als Mitglied erhalten. Zu dem Namensgeber des Kulturhauses hat er denn auch eine besondere Beziehung: Heinrich Kunst war sein Vorgänger als Kirchenältester der Kirchengemeinde Ofen.
