Friedrichsfehn - Kostproben ihres Könnens präsentierten der Gemischte Chor sowie der Shanty-Chor Friedrichsfehn unter Leitung von Peter Mittwollen im Landhaus Friedrichsfehn. Beim 48. Sängerball bewiesen die Frauen und Männer einmal mehr, wie vielseitig und vielstimmig Chormusik sein kann. Dazu traten einige Frauen auf, um mit dem Shanty-Chor zu singen und zu demonstrieren, dass Shanty-Gesang keine reine Männersache sein muss.
Der festliche Rahmen dieser gut besuchten Veranstaltung wurde vom 1. Vorsitzenden der beiden Chöre, Werner Anneken, dazu genutzt, langjährige aktive und passive Mitglieder auszuzeichnen. Einen Blumenstrauß und eine Flasche Wein erhielten Arthur Oetken sowie Annelie Oltmanns. Beide blicken auf eine 40-jährige Mitgliedschaft in den beiden Chören, wenn jetzt auch passiv, zurück. Das Ehepaar Helga und Erwin Sommerfeld, das ebenfalls seine 40-jährige Chorzugehörigkeit feiert, war an diesem Abend leider verhindert.
Für ihre 25-jährige Mitgliedschaft erhielten Franz und Wilma Neessen sowie Werner Masemann aus den Händen ihres Vorsitzenden eine Urkunde. Dagmar Gerdes, Jan-Peter Mittwollen und Rainer Schlimbach, die ebenfalls seit 25 Jahren aktiv dabei sind, mussten ihre Teilnahme absagen. Sie werden nachträglich geehrt.
Bundesliedervater Manfred Lüers ging in seiner Grußrede auf die insgesamt rückläufige Entwicklung der Gesangschöre ein und zeigte sich umso erfreuter, dass der Gemischte Chor Friedrichsfehn noch über 50 aktive Sängerinnen und Sänger hat, wobei sich ehemalige Mitglieder des aufgelösten Gemischten Chors „Eintracht“ Osterscheps dieser Gruppe angeschlossen hatten. Er wies zudem auf wissenschaftliche Untersuchungen hin, dass der Gesang gesundheitsfördernd ist und Freude macht.
Die kulturelle Bereicherung, die der Chorgesang biete, müsse erhalten bleiben, forderte Bürgermeisterin Petra Lausch. „Durch das vielfältige Liedgut wird die Kultur gepflegt. Auch wenn es die Kultur des Singens überall auf der Welt gibt, ist der Chorgesang, wie wir ihn in Deutschland kennen, doch eher seltener.“ Hier fänden sich Frauen und Männer zusammen, die diesem Hobby aus Freude nachgehen und nicht kommerziell ausgerichtet sind.
Nach den Vorträgen der Chöre und den Ehrungen spielte das Duo „Madys Band“ aus Oldenburg zum Tanz auf, wobei zwischendurch einige Sketche, vorgetragen von Mitgliedern der Chöre, für zusätzliches Vergnügen sorgten. Dazu begeisterte Reinard Schneider mit einem musikalischen Solo-Auftritt.
