Abbehausen - „Eigentlich sollte es alle zehn Jahre einen Wechsel geben“, findet Edith Rohde. Aber das sehen die Damen im Frauenkreis der evangelischen Kirchengemeinde Abbehausen ganz anders. Edith Rohde leitet diesen Kreis seit 2005. Wenn es nach den Mitgliedern geht, dann könnte sie das „lebenslänglich“ tun. Gibt es ein schöneres Kompliment?

Alle drei Wochen treffen sich die Frauen im Gemeindehaus. Sie sind zwischen 60 und 85 Jahre alt. Viele von ihnen sind inzwischen alleinstehend. Für sie ist der Frauenkreis ein wichtiger Treffpunkt. Das weiß auch Edith Rohde. Deshalb engagiert sie sich. Kaffeetrinken, Klönen, Spielen – die Geselligkeit steht im Vordergrund. Hin und wieder lädt Edith Rohde Referenten ein – zum Beispiel von der Polizei, vom Pflegedienst oder von anderen Dienstleistern. Die Frauen besuchen verschiedene Einrichtungen. Sie beteiligen sich an der Vorbereitung des Erntedankfestes. Zu den Höhepunkten gehört die Adventsfeier mit Tombola. Dabei kommen Jahr für Jahr stattliche Beträge zusammen, die gespendet werden: zum Beispiel an die Jugendfarm, an die Hospizhilfe oder an den Kinderkrebshilfeverein Fussel. Das alles muss organisiert werden. „Das mache ich natürlich nicht allein“, betont Edith Rohde. „Wichtig ist, dass wir ein gutes Team haben“, sagt die 67-Jährige.

Edith Rohde ist in Abbehauser Mitteldeich aufgewachsen. Sie heiratete im Alter von 20 Jahren und bewirtschaftete mit ihrem Ehemann einen Bauernhof in Blexerwisch. Nach dem Tod ihres Mannes zog sie nach Abbehausen. Sie hat drei Kinder und vier Enkel. „Die Familie ist für mich das Wichtigste“, sagt sie. Aber sie hat sich neben der Familie immer auch die Zeit genommen, um sich ehrenamtlich einzusetzen.

Zum Beispiel beim Wischer Wiesenclub, den sie 1974 mitbegründet hat. Bis heute ist Edith Rohde in dem Club aktiv, der das Wischer Wiesenfest ausrichtet. Wenn es um das Schmücken des Festzelts geht, steht Edith Rohde in der ersten Reihe.

In den Elternräten der Schulen in Tossens und Stollhamm hat Edith Rohde mitgearbeitet. Zehn Jahre war sie im Waddenser Handarbeitskreis aktiv, der mit dem Erlös seiner Arbeiten karitative Zwecke unterstützt hat. Außerdem hat sie in den 80er-Jahren beim Nordenhamer Flötenkreis mitgeholfen.

Zu den Hobbys der Rentnerin gehört unter anderem das Singen. Im Abbehauser Singkreis fing sie damit an. Inzwischen hat sich der Singkreis mit der Atenser Liedertafel zum gemischten Chor Absiliat zusammengetan. Auch dort nimmt sie mit großer Freude an den wöchentlichen Proben und an den Auftritten teil.