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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Kino: Vom Auto-Klau bis zur Wodka-Wurst-Romantik

02.10.2010

OLDENBURG Eine Hochzeitsfeier in der polnischen Provinz: Der Vater des deutschen Bräutigams kommt zur Kirche. Der Bräutigam fragt: „Vater, wie war es in Warschau?“ Der Vater antwortet: „Wir hatten Glück, uns wurde nichts geklaut.“ Ein typischer Dialog aus „Hochzeitspolka“, dem aktuellen Film des Regisseurs Lars Jessen, den er jetzt mit seinem Schauspieler Jens Münchow im Oldenburger Kino Casablanca präsentierte und der nun in 77 deutschen Kinos anlief.

Das Verhältnis von Deut-schen und Polen, ein Verhältnis, das immer noch von Vorurteilen und Klischees geprägt ist. Da bildet auch „Hochzeitspolka“ keine Aus-nahme, nur dass sich Jessen in seinem kurzweiligen Film dieser Thematik auf recht hemdsärmelige Weise nähert.

„Fußball-WM 2006, das Sommermärchen. Deutschland in Feierlaune. Es hieß ja immer, dass wir eine neue Identität entwickelt hätten. Und das wollten wir überprüfen“, erklärt Jessen seine Filmidee, fläzt sich in einen Kinosessel, zieht die Schildmütze weiter ins Gesicht. „Also haben wir exemplarisch eine Filmfigur in ein fremdes Land geschickt. Italien oder Spanien waren uns da nicht fremd genug.“

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Deshalb tappst Frieder Schulz (Christian Ulmen) als Geschäftsführer einer deut-schen Firma durch Polen, fasst dort Fuß. Am Abend vor seiner Heirat mit der Polin Goisa – wunderbar gespielt von Katarzyna Maciag – be-suchen ihn seine norddeut-schen Freunde, mit denen er früher in der Rockband „Hei-de Hurricane“ spielte. Und mit dem Einfall der deut-schen Freunde in Frieders beschauliches Leben in Polen öffnet sich dann der Vorhang für eine wilde deutsch-polnische Komödie. Klar, dass die Hochzeitsfeier in einem ordentlichen Besäufnis und einer handfesten Keilerei enden muss. Klar, dass die Deutschen sich arrogant aufführen, dass in dem Film jedes deutsch-polnische Klischee vom Auto-Klauen bis zur Wodka-Wurst-Romantik bedient wird.

Bleibt die Frage, ob es die deutsch-polnischen Klischees gibt und ob sich diese bei den Dreharbeiten bemerkbar machten: „Klar haben sich die Polen über unsere Pedanterie und unseren Ordnungs- und Organisationswahn kaputt gelacht“, berichtet Jessen. „Und wir haben uns ein bisschen über ihre Organisationsabläufe echauffiert. Es scheint, dass die Polen sich gern mit Absicht in Situationen bringen, in denen sie improvisieren müssen. Nur um in diesen dann zu glänzen!“

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