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NWZonline.de Nachrichten Kultur

VERANSTALTUNG: Vom Kleinunternehmer zum gesellschaftlichen Idol

27.01.2009

OLDENBURG „Der Künstler – ein Kleinunternehmer“ – auf diese Formel brachte Niedersachsens Kulturminister Lutz Stratmann (CDU) in seiner Begrüßung die moderne Rolle des Künstlers. Er eröffnete das dritte Symposion der Kulturstiftung der Öffentlichen Versicherungen in Oldenburgs Stadtmuseum, das diesmal unter dem Titel „Künstler – Beruf“ stand. Daniel Spanke, einst Leiter der Kunsthalle Wilhelmshaven, heute Kunstmuseum Stuttgart, skizzierte die Entwicklung des Rollenbildes seit der Antike in Europa: Damals ein Star, im Mittelalter an die Zunft gebundener Handwerker, seit der Renaissance erneut Genie. Heute habe sich der Künstler die geistige Freiheit als Außenseiter erobert. Er habe noch andere Positionen als die auf Ökonomie reduzierte „Unternehmerrolle“.

Der Kulturjournalist Hanno Rauterberg meinte, dass die „moderne Kunst“ ein Massenphänomen auch bei den jüngeren Leuten geworden sei, was zur Wandlung der Rolle beigetragen habe: Er gelte als „Protagonist eines gelingenden Lebens in flexibilisierten Zeiten“, er könne sich abheben von der Gesellschaft. Er sei, was viele wollen, kreativ und authentisch. Rautenberg nannte „gesellschaftliche Wunschbilder“, die eben nur der Künstler in sich vereine.

Mit dem in Oldenburg geborenen Münchner Professor Hermann Pitz kam ein Künstler zu Wort. Er differenzierte das Rollenbild. Und er verband die Tugend Fleiß mit der Bedingung Talent und dem Motor Geld. Die drei traditionellen Begriffe prägen heute das Künstler-Dasein.

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Annette Schwandner, Abteilungsleiterin „Kultur“ in Niedersachsens Kultur-Ministerium, sah den Künstler als Motor der Wirtschaft und zitierte aus dem Kulturwirtschaftsbericht eine Menge Zahlen, bei denen indes der bildende Künstler das untere Ende der Einkommensskala besetzt hält und die von der Kultur ausgelösten finanziellen Antriebskräfte in der Ökonomie prozentual nachließen. Schließlich zeigte die Lehrbeauftragte Bettina Pelz am Beispiel von Festivals Doppelfunktionen von Stadtentwicklung und Künstlerförderung auf.

In der Schlussdiskussion, an der u. a. Horst Schreiber (Öffentliche Versicherungen) und Monika Schnetkamp (Unternehmerin und Mäzenatin) teilnahmen, ging es um Förderung. Künstlerin Helene von Oldenburg schlug u. a. Reisestipendien vor und eine bessere Ausstattung der Kunsthäuser, statt eine neue Galerie zu wollen. Damit stieß sie auf heftigen Widerspruch anderer Künstler.

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