Kirchhatten - „Das Kanapee ist mein Vergnügen“, erklärt Chansonnette Gabriele Banko und räkelt sich vergnüglich auf dem roten Sofa.
Unterstützt vom Pianisten Johannes Grundhoff inszenierte sie am Sonntagabend im Ratssaal der Gemeinde Hatten im Rahmen des 4-Jahreszeiten-Kulturprogramms „Frühling“ passend zur Jahreszeit ein buntes Programm mit Liedern, Geschichten, Gedichten, Chansons und Schlagern. Hildegard Knef und Wilhelm Busch waren dabei ebenso vertreten wie Robert Gernhardt und Georg Kreisler. Aber auch Die Ärzte und Kurt Tucholsky steuerten Themen von orientalischen Diwanen, Psychiatercouchen, Caféhausottomanen, heimischen Sofas und anderen Liegen dieser Welt bei.
Gabriele Banko ist eine vielseitige Sängerin, die nicht nur durch ihre Erscheinung im schwarzen Damenfrack bestach. Sie überzeugte mit ihrer klangvollen Altstimme, die in der Tiefe auch den etwas rauchigen Charakter der Chansonsängerin erkennen. Mit stimmlicher und darstellerischer Brillanz trug sie die anspruchsvollen Texte, Chansons und nostalgischen Schlager in mehreren Sprachen souverän vor und begeisterte damit ihr Hatter Publikum.
Nach dem Abitur führte sie der Weg über Münster nach Hamburg. Der stimmlichen und schauspielerischen Ausbildung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt folgten Chansonabende in der Alten Oper in Frankfurt, der Opera stabile in Hamburg und im Brauhauskeller in Bremen.
Der die Sängerin einfühlsam begleitende Pianist im Frack ist als fingerfertiger Pianist des Bremer Kaffeehaus-Orchesters bekannt.
