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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Vom uralten Smartphone bis zum Sammelbild

11.05.2016

Oldenburg Vom Liebesroman aus dem 19. Jahrhundert über kleine Sammelbilder bis hin zur Bürotechnik aus den 90er Jahren – in der Universitätsbibliothek Oldenburg verbirgt sich mehr als nur Fachliteratur und verstaubte Bücher. Einen kleinen Einblick gibt die Ausstellung „Altes, Seltenes und Kurioses“ im Foyer der Bibliothek – nur wenige Meter von der NWZ -Redaktion entfernt, die am Dienstag für einen Tag ihren Arbeitsplatz in der Unibibliothek einrichtete.

„Wir sind im Vergleich zu anderen eine junge Bibliothek“, sagt Bibliotheksdirektor Hans-Joachim Wätjen. Eine Besonderheit sind die beliebten Liebig-Sammelbilder aus dem 19. Jahrhundert, die den Produktpackungen von Liebigs Fleischextrakt beigefügt waren. Zu den Adressaten der historischen Bilder zählten damals auch Kinder, erzählt Wätjen. „Sie erfuhren dabei viel über die Welt.“ Denn die Bildchen zeigten Szenen aus fremden Kulturen beispielsweise aus Indien oder von der Flachseefischerei. Über 6000 Einzelbilder umfasst die Sammlung der Bibliothek.

Zur populären Kultur zählen aber auch Bücher aus zwei privaten Leihbibliotheken – aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts aus Suhl (Thüringen) und aus dem 20. Jahrhundert aus Bremen. Hier lässt sich gut vergleichen, was damals gelesen wurde – von Liebesromanen über Krimis bis hin zu Rittergeschichten.

„Am wichtigsten ist mir aber die Sammlung der Architekturzeichnungen von Kurt Asche“, sagt Wätjen. „Asche hat als Architekturhistoriker die Zeichnungen von den Dachböden der Architekten gerettet.“ Die Sammlung umfasst rund 600 Architekturzeichnungen der Nordwestregion und der Stadt Oldenburg. Sie zeigen öffentliche und private Gebäude. Nach und nach sollen sie nun digitalisiert werden, so dass auch Interessierte sie einsehen können.

Auch ein kleiner Ausschnitt aus dem Computermuseum ist in der Ausstellung zu sehen. „Ich habe meinen Organizer Psion und mein erstes Smartphone, den Nokia Communicator 9210, nicht weggeworfen“, sagt Wätjen. Bis 2004 hat der 63-Jährige diese Geräte benutzt. Damit konnte er ins Internet gehen und fast soviel wie heute mit dem iPhone machen. „Der Communicator hatte bereits einen Routenplaner mit Stimmansage.“

Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten der Bibliothek bis 18. Mai im Foyer zu sehen.

Tanja Henschel Barßel / Redaktion Münsterland
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