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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Windkraft-Kunstwerk: Vom Winde verweht

06.08.2014

Dortmund Ein Windkraft-Kunstwerk an der A 40 in Dortmund steckt in der Zwickmühle. Das acht Meter hohe Kunstwerk „Offroad“ aus sieben Windrädern, gebaut unter anderem aus Verkehrsschildern und Straßenpfosten, steht still. Der Plan des Stuttgarter Künstlers Kunstaktionen von Pablo Wendel, sogenannten Kunst-Strom über das öffentliche Netz für Jedermann zugänglich zu machen, funktioniert nicht.

Sobald das Kunstwerk Strom ins Netz abgeben würde, wäre es ein kommerzielles Kraftwerk, müsste teuer versichert werden und dürfte auch gar nicht an der Autobahn stehen. Jetzt verhilft die RWE Stiftung dem Miniwindpark zumindest zu einem Aktionstag. Kommenden Samstag (9. August) liefert „Offroad“ Strom für Besucher, die ihr Handy oder Elektromobil kostenlos aufladen möchten. „Versichert ist der Tag dann über RWE“, sagte Stiftungssprecherin Daniela Berglehn am Dienstag in Essen. Mit ein bisschen Wind wird es auch genug Strom geben. Jedes Rad soll in voller Aktion rund zu 2500 Watt erzeugen.

Der Kunst-Strom, wäre er denn ins öffentliche Netz eingespeist worden, wäre nicht kostenlos zu haben gewesen. „Mit den Einnahmen will der Künstler andere Projekte finanzieren“, sagte Berglehn. Aber soweit kommt es ja nicht mehr.

Es ist nicht Wendels erste Stromaktion. Der Künstler hat sogar extra eine kleine Firma „Performance Electrics“ gegründet. Gewonnenen Strom lässt Wendel zum Beispiel über das EEG als grünen Strom einspeisen. Mit Gewinnen aus den Kunst-Stromprojekten unterstützt er auch kooperierende Künstler und Architekten, wie er sagt. Seine Stromgewinnung sieht er selbst in einer Grauzone. „Wir haben nie jemanden gefragt.“

Zur Frage, nach dem künstlerischen Gehalt des Projekts sieht die RWE-Stiftung „Offroad“ als eine Art Schnittstelle zwischen Kunst und Energie. Für Wendel sind die Aktionen ein künstlerischer Fingerzeig: „Wir zeigen, was für ein Energiepotenzial um uns herum ist.“

Der zur Kunstaktion „B1/A40 Die Schönheit der großen Straße“ zählende Windpark soll am 7. September abgebaut und in den Skulpturenpark Katzow nach Mecklenburg-Vorpommern kommen. Es ist das zweite Thema zur Energie an der A 40. Am anderen Ende der Ruhrgebiets-Autobahn in Duisburg steht ein Projekt „Überplanungen“ vom Künstler Michael Fehr. Es zeigt auf, wie über und unter der Erde am Kreuz Kaiserberg ein echter Netzknoten aus Verkehrswegen und Leitungen zusammenläuft.

Kunstaktion von Pablo Wendel

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