Auch in der Region rund um das Zwischenahner Meer weiß man: „Berlin ist eine Reise wert.“ Aber nicht nur um den Wahrheitsgehalt dieser Aussage zu überprüfen, reiste die Kreishandwerkerschaft Ammerland kürzlich in die Hauptstadt. Für ihre Mitglieder hatten Kreishandwerksmeister Gerold Kahle und Geschäftsführer Holger Ukena auch ein Besuchsprogramm im Deutschen Bundestag geplant, unterstützt wurde die Besuchergruppe dabei vom Bundestagsabgeordneten Stephan Albani. Zunächst stand ein gemeinsames Abendessen direkt an der Spree auf dem Programm. Tags darauf trafen sich die Ammerländer zum Gespräch mit Albani im Reichstagsgebäude. Unter dem Eindruck zahlreicher Zwischenrufe von Abgeordneten sprach man auch über die Debattenkultur im Parlament. „Mit Zwischenrufen bin ich sehr sparsam. Ich weiß, dass meine Kinder ab und an bei meinen Debatten einschalten. Und wenn zuhause gilt, dass man sich nicht gegenseitig ins Wort fällt, gilt das für den Vater auch im Parlament“, erklärte Albani schmunzelnd. Zum Abschluss ging es dann noch bei strahlendem Aprilwetter gemeinsam auf die Kuppel des Reichstagsgebäudes.

Großes Interesse herrschte bei den rund 150 Gästen zur Einweihung der neuen elektronisch gesteuerten Schießsportanlage des 1911 gegründeten Rostruper Schützenvereins. Die Gäste, darunter viele Abordnungen befreundeter Schützenvereine, lobten einhellig die in viel Eigenleistung erbrachte Anlage. Bürgermeister Dr. Arno Schilling würdigte zudem das große Engagement von Vereinspräsidentin Hanna Graw-Gerdes, die seit Februar 2011 die Geschicke der Schützen leitet. Mit ihr, so Schilling, habe der Verein einen frischen Aufwind erfahren. Unter fachlicher Anleitung erfahrener Schützen konnten die Besucher die neue Anlage ausprobieren. Geschossen wurde auch auf eine Ehrenscheibe, auf der die Namen der „Gastschützen“ eingeprägt werden.

Gleich zwei neue Rhododendron-Züchtungen der Baumschule Bruns wurden in den vergangenen Tagen getauft: Anlässlich des 150-jährigen Bestehens des Bürgerparks Bremen wurde eine Neuheit aus Bad Zwischenahn offiziell vorgestellt: Lachs-rosa mit einem rötlich gepunkteten Blütenschlund ist der Rhododendron „Bürgerpark Bremen“ geworden. Die Patenschaft übernahm Sylvia Wedemeyer, Vorstandsmitglied der Karin-und-Uwe-Hollweg-Stiftung. Im Beisein von Bürgerparkverein-Präsident Joachim Linnemann, Parkdirektor Tim Großmann und Jan-Dieter Bruns, Geschäftsführender Gesellschafter der Baumschule Bruns erhielt der Rhododendron seinen Namen und wurde feierlich getauft. „Es ist schon etwas ganz Besonderes, dass diese Pflanze nun den Namen des Bürgerparks trägt. Das ehrt uns und macht uns stolz“, so Großmann. Die Rhododendron-Neuzüchtung wurde bereits 2005 gekreuzt – aus Mutter „Erna“, deren Stammbaum bis 1895 zurückreicht, und Vater „Brinny“, einem aus Amerika stammenden Rhododendron mit außergewöhnlicher Blütenfarbe.

Eine weitere Neuheit mit denselben „Eltern“ wurde beim Frühlingskonzert des Deutschen Roten Kreuzes im Park der Gärten auf den Namen „Justus Frantz“ getauft. Selbstverständlich ließ es sich der Pianist, der mit seiner Philharmonie der Nationen in Rostrup gastierte, nicht nehmen, persönlich die Taufe zu vollziehen. „Justus Frantz“ blüht cremeweiß mit einem gelbbraunen Blütenschlund und ist extrem winterhart. Eine Pflanze ist auch im Park der Gärten im Sortiment „Neuheiten Immergrüne“ zu sehen.