Barßelermoor - Es war die Liebe zum Beruf des Gärtners, die Werner Reckling und seine Ehefrau Germaid-Siglind, geborene Sandmann, vor genau 50 Jahren, am 20. März, vor den Standesbeamten und einen Tag später, am 21. März, vor den Traualtar in der Reinoldikirche in Dortmund führte. An diesem Donnerstag feiern sie Goldene Hochzeit.
Kennengelernt haben sich der gebürtige Neidenburger (Ostpreußen) und die gebürtige Dortmunderin in der Berufsschule in Dortmund. Sie paukten dort für den Beruf des Gärtners. Vorher hatte man sich noch nie gesehen.
Dabei kamen sich die beiden dann näher und später wurde daraus der Bund fürs Leben. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. Mittlerweile hat das Paar fünf Enkelkinder, die in Dortmund, Münster und Hamburg verstreut wohnen.
Werner Reckling wurde am 4. April 1942 in Neidenburg und seine Ehefrau Germaid-Siglind am 6. Oktober 1942 in Dortmund geboren. Als Werner Recklings Vater aus der Kriegsgefangenschaft kam, verschlug es die Familie 1954 nach Dortmund. Nach der Hochzeit studierte der Jubilar Gartenarchitektur und Landschaftspflege.
Nach dem Studium stieg er in den Garten- und Landschaftsbaubetrieb seines Schwiegervaters ein, den er später zusammen mit seiner Ehefrau übernahm. 1984 übernahm der heutige Rentner eine Bildungseinrichtung im handwerklichen und sozialen Bereich in Altensteig (Schwarzwald).
„Eigentlich mag ich keine Berge und so zog es uns mit dem Erreichen meiner Altersteilzeitgrenze in den hohen Norden nach Barßel“, sagt Reckling. Dort bauten sie ein Haus. „Unsere Liebe galt schon immer der See und dem Wasser“, sagt er. Da lag es nahe, dass Reckling vor einigen Jahren auf dem Ausflugsdampfer MS „Spitzhörn“ des Fremdenverkehrsvereins anheuerte. Auch im Shanty-Chor Barßel engagiert sich Reckling. Ganz nebenbei ist er bekennender Fan von Borussia Dortmund und frönt der Tiffany-Glaskunst.
Ehefrau Germaid-Siglind war nach der Lehre zunächst bei einem Gartenarchitekt in Karlsruhe tätig und für ein Jahr auch auf der Internationalen Gartenschau in Hamburg. Doch als die Kinder auf die Welt kamen, blieb nicht mehr viel Zeit für den Beruf.
Allerdings war noch so viel Spielraum, um Hauswirtschaftsmeisterin zu werden. Ehrenamtlich engagierte sie sich im Kindergarten und auch im Schulsektor. Zur großen Leidenschaft der 71-Jährigen zählen der Chorgesang und die Musik. „Ich habe gerne in klassischen Chören gesungen und heute noch spiele ich gerne auf der Flöte“, sagt sie. Zur ihrer weiteren Leidenschaft zählt Patchwork.
Zum Ehrentag gratulieren die Kinder, Enkel, Freunde, Bekannte und die Gemeinde Barßel.
