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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Von der Lust zu kämpfen oder der Kraft zu lieben

18.02.2012

BERLIN Eine TV-Dokumentation über ihren preisgekrönten Film „Rosa Luxemburg“ trägt den Titel „Die Lust zu kämpfen – die Kraft zu lieben“. Das passt wohl auch zu Leben und Werk der Film- und Fernsehregisseurin (und Schauspielerin) Margarethe von Trotta, die am 21. Februar ihren 70. Geburtstag feiert.

Sie hat gerade ihren Film „Hannah Arendt“ („Die Banalität des Bösen“) mit Barbara Sukowa abgedreht („der schwierigste Film, den ich je gemacht habe“). Er soll im Oktober in die Kinos kommen.

Die am 21. Februar 1942 in Berlin geborene und heute in Paris und München lebende mehrsprachige Trotta, die ihren Namen einem baltischen Adelsgeschlecht verdankt, ist die vielleicht berühmteste deutsche Autorenfilmerin. Sie widmete sich in ihren Filmen vor allem starken, aber auch zweifelnden und suchenden, eben kämpfenden Frauen in einer Männergesellschaft, ohne sich ausdrücklich als Feministin zu sehen.

Zu ihren bekanntesten Filmen gehören „Die bleierne Zeit“ (in Anlehnung an die Biografien der Geschwister Ensslin) von 1981, „Heller Wahn“ von 1983 über die Freundschaft zweier Frauen, „Rosa Luxemburg“ von 1985 mit Barbara Sukowa (Filmband in Gold) und „Rosenstraße“ (2003) mit Katja Riemann über den vergessenen Widerstand von Berliner Frauen im Dritten Reich gegen den Abtransport ihrer jüdischen Männer in die Vernichtungslager.

Viel beachtet wurde 2000 auch ihr TV-Mehrteiler „Jahrestage“ nach dem mehrbändigen Werk von Uwe Johnson, das als schwer verfilmbar galt. Für manche Kritiker war Trottas Verfilmung „ein kleines TV-Wunder“, ihr sei ein „gefühlvoller Fernsehbilderbogen über deutsche Schicksale im Schatten von Krieg und Diktatur“ gelungen.

Die Schauspielerin von Trotta wurde ab 1968, dem Jahr der auch sie prägenden Studenten- und Jugendrevolte in Deutschland, schon in Filmen von Rainer Werner Fassbinder, Reinhard Hauff und Herbert Achternbusch bekannt.

Dann machte sie 1975 mit der gemeinsamen Arbeit an Drehbuch und Regie mit Volker Schlöndorff, mit dem sie später auch zeitweise liiert war, zum Film „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ mit Angela Winkler und Mario Adorf nach dem Roman von Heinrich Böll Furore.

Als Außenseiterin hat sich von Trotta in Deutschland niemals gefühlt. „Ich gehöre dazu, genauso wie Schlöndorff oder Herzog oder Wenders“, sagte sie einmal.

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