Brake - Fast bis auf den letzten Platz gefüllt war das Central-Theater, als dort Anfang vergangenen Jahres Rolf Herings Brake-Film „Heiter bis wolkig“ über die Leinwand flimmerte. Angesichts der großen Resonanz stand schnell fest, dass es eine Wiederholung geben soll. Nur einen Termin zu finden, das erwies sich bei der Vielzahl an Veranstaltungen, die Kulturzen-trumsleiter Norbert Ostendorf auf der Liste hat, als nicht so einfach.
Nun steht ein Termin fest: An diesem Sonntag, 12. Januar, ist „Heiter bis wolkig“ erneut im Central zu sehen. Und es gibt noch eine Zugabe: Hering präsentiert auch den Film „Dresden – eine Reise im Herbst“, der zwar bereits 2009 entstand, in Brake aber noch nie zu sehen war. Die Doppelvorstellung beginnt am 12. Januar um 15 Uhr.
Rolf Hering ist 40 Jahre lang zu See gefahren. Und er hat auch nach seiner aktiven Zeit viel von der Welt gesehen. Immer im Gepäck hatte und hat er die Foto- und Videoausrüstung. Tausende Fotos und inzwischen 47 Filme sind entstanden.
„Heiter bis wolkig“ ist ein 75-minütiger Streifzug durch Brake, in den Rolf Hering anderthalb Jahre Zeit investiert hat. Wolkig geht es nicht nur in meteorologischer Hinsicht zu. Hering beschönigt nichts in seinem ambitionierten filmischen Brake-Porträt. Gleichwohl überwiegen eindeutig die heiteren Momente.
Eine Dokumentation in bekannter Hering-Professionalität, die Lust auf einen Besuch von Elbflorenz macht, ist der 30-minütige Film „Dresden – eine Reise im Herbst“. Der Braker hat sich im Herbst 2009 zwei Wochen lang mit seiner Frau Marita in und um Dresden aufgehalten. In seiner Dokumentation zeigt er die ganze barocke Pracht der sächsischen Landeshauptstadt.
Neben schönen Bildern – viele Impressionen gleichen Scherenschnitten, andere bestechen durch das herbstliche, mitunter leicht dunstige Flair – gibt es Unmengen an Informationen, ohne dass der Film aber überfrachtet wirkt. Rolf Hering hat sorgfältig recherchiert, und er lässt den Zuschauer gerne teilhaben an seinem unfangreichen Wissen über die Historie von Elbflorenz. Dass die von Hering ausgewählte Musik perfekt zu den Bildern passt, versteht sich bei dem Braker Filmemacher fast von selbst.
Als augenzwinkerndes Schmankerl lässt Hering auch einen „Ossi“ zu Wort kommen. Ziemlich mürrisch und in lupenreinem Sächsisch kommentiert Hans-Georg Lauer – er ist Braker und ein Freund Herings – einen Teil der Bilder.
