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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Kunst: Von Gauklern und Liebespaaren

12.06.2013

Oldenburg Kaum hängen die einen an Wand, kündigen sich schon die nächsten Bilder an: Das Oldenburger Horst-Janssen-Museum, das just eine Ausstellung mit Zeichnungen und Briefen Janssens aus der Sammlung von Annette Kasper eröffnet hat, steckt mitten in den Vorbereitungen für die kommende Schau, die mit einem populären Künstler aufwartet – Marc Chagall (1887–1985). Führungen können ab sofort gebucht werden.

Informationen

Die Ausstellung „Marc Chagall. Fantastische Nacht“ ist vom 27. September bis zum 12. Januar im Horst-Janssen-Museum zu sehen.

Ab sofort können Gruppenführungen (ab acht Personen, max. 20) gebucht werden (4 Euro pro Person plus 45 Euro für die Führung, 4 Euro und normaler oder ermäßigter Eintritt für Senioren, Telefon   O441/235 28 91, Mail: info@horst-janssen-museum.de). Zusätzlich gibt es Führungen in niederländischer Sprache.

Ab Ende Juli können Eintrittskarten zum Vorverkaufspreis erworben werden (ermäßigt 3 Euro).

Der französische Maler russisch-jüdischer Herkunft ist nicht nur einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhundert, der mit seinen starkfarbigen, lieblichen Bildern den Geschmack des Publikums trifft, er wurde auch immer wieder in umfangreichen Ausstellungen präsentiert. Also eher eine Mainstream-Ausstellung, könnte man anmerken, die mit schönen Bildern viele Zuschauer lockt, aber kaum zu kontroversen Reaktionen herausfordert oder Neues zutage fördert. Von derlei mäkeliger Voraus-Kritik bleiben die Kuratorinnen – die wissenschaftliche Leiterin Jutta Moster-Hoos und Paula von Sydow – allerdings unbeeindruckt.

„Ich dachte, dass wir uns das jetzt mal gönnen“, sagt Moster-Hoos und gibt zu, dass es sich um ein „Konsens-Thema“ handelt. Wieder Papierarbeiten, aber zur Abwechslung mal etwas Gängiges nach eher widerborstiger Kunst, wie sie etwa bei der Grafik-Triennale oder 2012 in der Ausstellung mit den irritierenden Bildern des Dänen Michael Kvium zu sehen war. Aber eben auch ein großer Name, wie es das Konzept des Museums vorsieht, und eine geschickte Mischung: Wer dem Publikum mit Chagall entgegenkommt, kann ihm später auch Sperrigeres zumuten.

Die Schau mit mehr als 100 Arbeiten – ein Bildwert von zwei Millionen Euro – stellt das Museum vor besondere Hürden. Neben dem Sprengel-Museum in Hannover und dem Picasso-Museum in Münster gehört ein Pariser Sammler zu den Leihgebern, der Blätter aus dem Nachlass des Druckers Charles Sorlier bereitstellt. Und Chagalls Enkelin Meret Meyer will über jedes Detail informiert werden.

Im Übrigen wird einiges zu sehen sein, was man nicht erwartet hätte: Neben den farbigen Lithografien mit Akrobaten, Gauklern und Zirkusdarstellungen auch skurrile Schwarz-Weiß-Radierungen aus dem Frühwerk, in denen der Maler seine biografischen Wurzeln in Weißrussland beleuchtet. Und auch Überraschendes ist dabei: Die Leihgeber in Münster hatten erst durch den Leihauftrag für Oldenburg entdeckt, dass einige schwarz-weiße Zustandsdrucke auf der Rückseite farbig bearbeitet waren.

Regina Jerichow Redakteurin (Ltg.) / Kulturredaktion
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