Oldenburg - „Angefangen hat alles im letzten Jahr“, berichtet Annika Rath. Mit einer Freundin entwickelte sie damals das Konzept des „Mädelskram“. „Wir lieben es, auf Flohmärkte zu gehen und ärgerten uns ein bisschen, wie stiefmütterlich Secondhand-Klamotten dort angeboten wurden.“ Eine Plattform jenseits von abgetragenen und mit Mottenlöchern versehenen Mänteln musste her. „Selbst, wenn das Kleidungsstück schon getragen ist, kann es trotzdem noch qualitativ hochwertig sein und darf nicht zu Schleuderpreisen weitergegeben werden“, erzählt die 38-Jährige. So wurde die Idee vom „Mädelskram – Marken- und Designerflohmarkt“ geboren. Das neuartige Konzept, eine Mischung aus Klamottenfloh- und Designmarkt, kam gut an. „Oldenburg ist eine kreative Stadt, doch leider fehlen oft Locations für junge Kreative.“

Darüber, dass der vierte „Mädelskram“ in der Kulturetage stattfinden kann, ist Annika Rath sehr froh. Nach zwei Veranstaltungen in Hundsmühlen und einer in der Diskothek Fury’s, ist die Veranstaltung nun im Zentrum Oldenburgs angekommen. Nicht nur der Veranstaltungsort hat sich über die Zeit geändert, sondern auch der Beiname, der jetzt „Marken-, Floh- und Handmademarkt“ lautet.

„Handgemachtes hatten wir schon von Anfang an dabei, aber dieser Aspekt sollte nun auch noch mehr ins Zentrum rücken“, erklärt Rath den neuen Beinamen. Damit greift die Organisatorin die „Do-i t -yourself“-Welle auf, die vor ein paar Jahren aus den USA nach Deutschland kam. Selbermachen ist wieder „in“ und eine Gegenbewegung zur weltweiten Einheitlichkeit der Mode- und Einrichtungsketten.

Mit 50 Ständen ist die Veranstaltung zwar gewachsen, aber noch überschaubar.Weitere Termine sind in Planung. Männer sind übrigens auch willkommen. Von 13 bis 17 Uhr erwarten die Besucher am Sonnabend in der Kulturetage Klamotten, Handgemachtes, Kuchen und mehr.