DÖtlingen - Trotz der schlimmen Wettervoraussagen konnten sich die Beschicker des mittelalterlichen Marktes in Dötlingen am Wochenende beim Schützenhof „Unter den Linden“ über Sonnenstrahlen und sommerliche Temperaturen und damit auch sehr viele Besucher aus nah und fern freuen.
Das gute Wetter machte sich dann auch gleich Robin Schippers aus Lemwerder zunutze. Er schlüpfte in den Unterhosen-Mode-Hit des Mittelalters und legte eine kesse Nummer im eigens aufgebauten Badezuber im Kreise Umstehender hin. Ein Vergnügen, das zum mittelalterlichen Marktgeschehen gehörte wie die Gänse, die in ihrem Ferch auf Abnehmer, dann allerdings auch auf ein kurzes Leben, nicht freiwillig warteten.
Auch im Lager der Ritter, Knechte und des Dötlinger Bierbrauers Volker Grundmann herrschte Marktstimmung. Da tummelten sich im Kreise Gleichgesinnter Vogt Friedrich Georg von Thielen, Freiherr von Seefeld und Sweg, im „normalen Leben“ einfach Jörg Thielen genannt. Das Gebräu tat ein Übriges und riss den Edelmann zur feurigen Schwerteinlage bei Einbruch der Dunkelheit hin.
Daneben durfte die Kunst des Nagelns in einen Holzstumpf bewiesen werden, aber auch Töpferkunst, Gewürze, Bogen- und Armbrustschießen gehörten zum Angebot in den Zelten am Markt, die sich beiderseits des gesperrten Rittrumer Kirchwegs angesiedelt hatten.
Hier ein Dudelsackspieler, dort ein Steinmetz, es gab in Dötlingen wieder viel zu sehen, aber auch zu erfahren. Viele der Mittelaltermarktbesucher nutzen die Gelegenheit, um mehr über das Mittelalter und das Leben der Leute zu hören. Es waren nicht einfach Schausteller vor Ort, sondern echte Fachfrauen und -männer, die sich intensiv mit den historischen Lebensgewohnheiten der Menschen beschäftigt hatten. Und nicht fehlen durfte der Ritterkampf für Gerechtigkeit und Ordnung sowie das Falschen um Ware und deren Bezahlung.
Der Mittelaltermarkt war eine Veranstaltung im Reigen der „Dötlinger Meile“. Als nächster Termin steht der Jazz-Frühschoppen des „Serena Quartett“ im Heuerhaus Café auf dem Terminplan. Am Sonntag, 17. August, von 11 bis 14 Uhr wird die Formation zum Konzert bei einem Grillbüfett aufspielen.
