Rodenkirchen - Mit großen Sternen, auf denen die Namen berühmter Musiker und Komponisten vermerkt waren, wurden die rund 450 Gäste des Frühjahrskonzertes der Turn- und Musikvereinigung Rodenkirchen in der Markthalle begrüßt. Elvis Presley, Billiy Joel, Abba, Glenn Miller, die Beatles, Udo Jürgens oder Mozart stand dort geschrieben und deutete schon die große Bandbreite an Stücken an, die das Blasorchester für sein Publikum vorbereitet hatte.
Immerhin waren bei den umfangreichen Proben gleich sechs neue Stücke einstudiert worden. Ein Beweis für den Ehrgeiz der Spieler und des Dirigenten, die den Gästen in jedem Jahr auch neue Stücke präsentieren wollen. Es war zudem das 18. eigenverantwortliche Konzert von Dirigent Peter Abbenseth, der wieder für die Zusammenstellung und die musikalische Leitung verantwortlich zeichnete.
Insgesamt 45 Musiker
Für die Jüngste im Orchester, Mette von Borstel an der Klarinette, war es das erste Konzert, und auch Sonja Schäfer mit dem Tenorhorn feierte ihr Debüt. Insgesamt standen am Sonntag 45 Musiker auf der Bühne – viel mehr Platz bietet sie ohnehin nicht.
Unter den vielen Gästen, die zunächst Kaffee und Kuchen genossen, bevor es an die Präsentation der 16 Stücke ging, war auch eine Abordnung des befreundeten Orchesters Bad Zwischenahn, mit denen die MTV im Juni deren 25-jähriges Jubiläum feiern konnte. Für die Gemeinde Stadland war die stellvertretende Bürgermeisterin Andrea Arens vor Ort und genoss mit ihrer Tochter das Konzert. Vorsitzender Thorben Klein freute sich über diese Geste, zeige sie doch, das die Kultur und das Ehrenamt eine neue Wertschätzung und einen neuen Stellenwert unter dem neuen Bürgermeister erlangt haben, sagte er.
Bestens unterhalten wurden die Zuhörer auch durch die fundierte Moderation von Kai Bölle, der zu jedem Stück eine Erklärung und seine Herkunftsgeschichte parat hatte. Es gab interessante Anekdoten und informative Schnipsel rund um die Musical- und Filmmusik.
Auch Wunderkinder wie Wolfgang Amadeus Mozart wurden in den Fokus gerückt, der zu seiner Zeit als gesellschaftskritischer Komponist galt. Aus der „Zauberflöte“ spielten die Musiker die Arie „Der Vogelfänger bin ich ja“ und als besonderes Bonbon sang der gebürtige Braker und Freund des Orchesters, Wilke Eichler, die dazugehörige Arie in überzeugender Manier.
Mitglieder geehrt
Auch Walt Disneys Filmmusik präsentierten die Musiker in einer besonderen Form aus vier verschiedenen Stücken. Er habe eher Zeichentrickmusicals kreiert und die Musik habe immer eine sehr große Rolle gespielt, erzählte Bölle.
In der 15-minütigen Pause wurden außerdem langjährige aktive und passive Mitglieder mit einem Präsent geehrt. Seit 35 Jahren ist Änne Pieper aktives Mitglied, Wiebke Bösche trat vor 15 Jahren dem Verein bei. Als passives Mitglied wurde Dieter Oellrich für seine 25-jährige Mitgliedschaft vom Vorsitzenden Thorben Klein geehrt.
